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HessenStress bei Bestattern wegen vieler Hitzetoter

10.08.2026, 08:00 Uhr
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Mehr Sterbefälle durch die Hitze, weniger Personal in der Urlaubszeit: Die Bestattungsinstitute in Hessen kommen an ihre Grenzen. Landesweite Engpässe gebe es aber nicht, sagt der Verbandschef.

Kassel (dpa/lhe) - Die Hitze fordert Todesopfer – die Bestattungsinstitute in Hessen sind voll ausgelastet. "Es führt uns zwar an die Grenzen, keine Frage, und wir müssen auch gut disponieren, aber wir schaffen es, die Arbeit zu bewältigen", sagte der Vorsitzende des Bestatterverbands Hessen, Dominik Kracheletz, der Deutschen Presse-Agentur.

In diesem Sommer kämen eine erhöhte Sterbefallquote und die Urlaubszeit in den Betrieben zusammen. "Wir haben also weniger Personal und mehr Dienstleistungen, die wir erbringen müssen. Tag und Nacht, rund um die Uhr. Das ist dann schon ganz schön anstrengend und aufwendig für die Betriebe."

Kapazitätsengpässe im Land gebe es aber nicht. "Wenn der eine Bestatter nicht kann, macht es der nächste. Wir sind in Hessen noch nicht an unsere Grenzen gestoßen." Auch bei der Lagerung der Leichen in Kühllagern, in den Krematorien oder in den Kirchen gebe es seines Wissens keine größeren Probleme, sagte Kracheletz, der ein Bestattungshaus in Kassel betreibt.

RKI: 1.650 hitzebedingte Todesfälle in Hessen

In diesem heißen Sommer sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Hessen bislang rund 1.650 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Das sind schon jetzt mehr als in jedem Gesamtjahr seit 2016. Das liegt vor allem an der extrem heißen Woche Ende Juni.

Rund 260 Bestattungshäuser sind Mitglied im Landesverband. Im Jahr haben die Betriebe laut Vorsitzendem im Durchschnitt zwischen 120 und 200 Bestattungsfälle. An diesem Mittelwert werde auch die Hitzewelle nichts ändern, vermutet Kracheletz: "Die Sterbefälle, die jetzt durch die heißen Tage gekommen sind, das sind wahrscheinlich Personen, die wären sonst in einem viertel oder im halben Jahr gestorben."

Quelle: dpa

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