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HessenTödliche Kollision – Urteil in Mordprozess erwartet

09.09.2026, 03:31 Uhr
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Zwei Frauen und ein Mädchen sterben, als ihr Fahrzeug in Offenbach mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert. Ein Gericht will jetzt ein Urteil sprechen.

Darmstadt (dpa/lhe) - Das Landgericht Darmstadt will heute (13.30 Uhr) sein Urteil in einem Mordprozess um eine Pkw-Kollision mit drei Toten verkünden. Der Angeklagte soll am 30. November 2025 in Offenbach in den Gegenverkehr gefahren sein. Dabei waren zwei Frauen und ein Mädchen ums Leben gekommen.

Der 32-jährige angeklagte Serbe war laut Sachverständigen alleine im Auto auf regennasser Fahrbahn mit mindestens 126 Kilometern pro Stunde über eine vierspurige Straße gefahren, in der Tempo 50 gilt. Als ein anderer Fahrer aus einer Grundstücksausfahrt links auf die Straße einbiegen wollte und kurz stehenblieb, soll der Angeklagte auf die Gegenfahrbahn ausgewichen sein. Dort soll er mit noch 90 bis 100 Kilometern pro Stunde mit einem entgegenkommenden Pkw kollidiert sein.

Die drei weiblichen Insassen dieses Wagens im Alter von 88, 66 und 9 Jahren wurden dabei tödlich verletzt. Laut dem Sachverständigen wäre der Unfall vermeidbar gewesen, wenn der Angeklagte die Richtgeschwindigkeit eingehalten hätte.

Die Staatsanwaltschaft hat in ihrem Plädoyer vergangene Woche eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes mit gemeingefährlichen Mitteln gefordert. Der Angeklagte habe durch seine bewusst gewählte riskante Fahrweise den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen. Die Verteidigung hatte dagegen zwei Jahre auf Bewährung wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und illegalen Autorennens beantragt. Der Verteidiger sah eine Mitverantwortung bei dem Autofahrer, der aus der Ausfahrt gefahren war.

Quelle: dpa

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