HessenWen wähle ich nur? Digitale Wahlhilfe startet in 27 Kommunen

Mehr autofreie Zonen, mehr Videoüberwachung? Welche Partei will was bei Hessens Kommunalwahlen am 15. März? Eine weitere digitale Lösung soll Wählern Orientierung geben. Wie funktioniert sie?
Wiesbaden (dpa/lhe) - Für Hessens Kommunalwahlen am 15. März bieten die Technische Universität (TU) Darmstadt und die gemeinnützige Organisation Voto eine weitere digitale Wahlhilfe an. Sie heißt ebenfalls Voto und steht in 27 Städten, Gemeinden und Kreisen zur Verfügung, darunter Darmstadt, Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Hanau, wie die beiden Projektträger mitteilten. Voto sei "politisch neutral, kostenlos und lokal zugeschnitten".
"Kommunalpolitik ist Demokratie vor der Haustür – aber die Informationslage ist oft unübersichtlich. Voto schafft Orientierung", erläuterte einer der Koordinatoren des Projekts an der TU Darmstadt, Christian Stecker.
Antworten auf Fragen lassen sich mit Parteipositionen vergleichen
Bei Voto können Wähler und Wählerinnen kommunalpolitische Thesen zu ihrer Kommune gutheißen oder ablehnen - etwa "In der Stadt sollte es mehr autofreie Zonen geben" oder "Die Videoüberwachung im öffentlichen Raum sollte ausgedehnt werden". Ihre Antworten können sie mit den Positionen der Parteien und Wählergruppen vergleichen.
Beim ersten Durchgang des von mehreren Medien unterstützten Projekts bei den hessischen Kommunalwahlen 2021 wurden nach den Angaben "die Wahlhilfen mehr als 200.000 Mal genutzt".
Parallel hierzu bieten für die aktuellen Kommunalwahlen am 15. März die Hessische Landeszentrale für politische Bildung und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf die ähnliche digitale Entscheidungshilfe Wahl-O-Mat an. Wähler können diese für die vier Städte Frankfurt, Fulda, Marburg und Kassel nutzen.