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HessenWieder Warnstreik an Frankfurter Uniklinik

27.01.2026, 14:38 Uhr
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(Foto: Boris Roessler/dpa)

Am Uniklinikum Frankfurt wird ein Warnstreik erneut zu Einschränkungen führen. An dem dritten Streiktag sollen die Auszubildenden im Mittelpunkt stehen.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im Zuge der Tarifrunde der Länder hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu Arbeitsniederlegungen an der Frankfurter Uniklinik aufgerufen. Gestreikt werde am Mittwoch vom Beginn des Frühdienstes um 6.00 Uhr bis zum Ende des letzten Spätdienstes um 22.00 Uhr, hieß es.

Die Aktion führe zu erheblichen Einschränkungen der medizinischen Versorgung, teilte das Klinikum mit. "Einige Stationen sind vollständig geschlossen, in vielen weiteren ist die betriebene Bettenzahl reduziert." Einige Operationen seien abgesagt beziehungsweise verschoben worden. "Der Vorstand des Universitätsklinikums Frankfurt respektiert das Streikrecht der Beschäftigten", hieß es.

Unter anderem das Pflegepersonal ist zur Teilnahme aufgerufen. Um die Arbeitsbedingungen von Ärztinnen und Ärzten geht es bei den aktuellen Arbeitsniederlegungen nicht. Zudem stünden an diesem bereits dritten Streiktag die Auszubildenden im Mittelpunkt. "Wer heute an den Auszubildenden spart, hat morgen keine Fachkräfte mehr. Wir sind nicht nur "Lernende", wir sind das Fundament, auf dem dieses Klinikum in fünf Jahren stehen soll", erklärte der Pflegeauszubildende Landry Simo.

Bereits dritter Streiktag an Uniklinikum

Bereits Mitte Dezember und Mitte Januar hatte es Warnstreiks am Frankfurter Uniklinikum gegeben. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder. Das Frankfurter Uniklinikum ist laut Verdi der hessenweit einzige Betrieb, der unter die Tarifregelungen der 15 Bundesländer der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) fällt. Für alle anderen hessischen Landesbetriebe und Dienststellen gilt der Tarifvertrag des Landes Hessen.

In dem Tarifkonflikt fordert Verdi für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – zur Stärkung der unteren Lohngruppen mindestens 300 Euro. Zusätzlich fordern die Beschäftigten der Uniklinik Frankfurt eine Zulage von 300 Euro, um die gestiegenen Wohn- und Lebenskosten in der Stadt auszugleichen.

Quelle: dpa

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