Mecklenburg-VorpommernBackhaus: Wasserstand, Wind und Vereisung belasten Küste

Das Landesumweltministerium hat nicht nur das Winterwetter, sondern auch die erwarteten erhöhten Wasserstände an der Küste im Blick. Vor der Küste wird mit teils sehr hohem Seegang gerechnet.
Wismar (dpa/mv) - Zum Wintersturm kommen an Mecklenburg-Vorpommerns Küste auch hohe Wasserstände hinzu. Auch wenn an der Küste keine Sturmflut, also keine Wasserstände über 1,0 Meter über dem mittleren Wasserstand erwartet würden, "sollten die Gefahren nicht unterschätzt werden", mahnte der Schweriner Umweltminister Till Backhaus (SPD). "Aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten wird sehr hoher Seegang entstehen, der im Zusammenwirken mit Vereisung die Küste und Bauwerke an der Küste stark belastet."
Für die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns werden laut Ministerium ab Freitagabend erhöhte Wasserstände erwartet. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) rechne an der Außenküste mit Wasserständen von bis zu etwa 0,95 Meter über dem mittleren Wasserstand. In den Bodden und Haffen seien Wasserstände zwischen 0,50 Meter (Saaler Bodden) und 0,70 Meter (Stettiner Haff) über dem mittleren Wasserstand vorhergesagt.
Ministerium beobachtet Lage "sehr genau"
Die Stadt Wismar hatte bereits am Donnerstag Fahrzeughalter dazu aufgerufen, gegebenenfalls ihre Autos aus dem hochwassergefährdeten Gebiet zu entfernen.
An der Ostküste von Rügen erwartet Backhaus nach eigener Aussage die höchsten Wellen. Dort werde die Wellenhöhe über 2,50 Meter hoch sein. "Die Strände und Küstenschutzanlagen an der Außenküste sind in gutem Zustand", beteuerte Backhaus und verwies auf Aufspülungen der vergangenen Jahre. "Wir beobachten die Lage weiterhin sehr genau und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Fachbehörden."