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Mecklenburg-VorpommernBeste Hausarztquote in Mecklenburg-Vorpommern

12.03.2026, 03:01 Uhr
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(Foto: Stephan Jansen/dpa)

Was die Versorgung der Menschen mit Hausärzten angeht, liegt Mecklenburg-Vorpommern von den Zahlen bundesweit vorn. Die Ärzteschaft ist auch im Durchschnitt jünger als in anderen Bundesländern.

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern weist bundesweit die höchste Dichte an Hausärzten in Bezug zur Einwohnerzahl auf. Im nordöstlichen Bundesland kommen 76,8 Hausärztinnen und Hausärzte auf 100.000 Einwohner. Auf Platz zwei liegt Hamburg mit 73,4. Das geht aus neuen Daten des Bundesarztregisters hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Stichtag ist der 31. Dezember 2025.

Deutlich mehr als die Hälfte, genau 59,1 Prozent, sind Frauen. Insgesamt sind nur 9,3 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte in Mecklenburg-Vorpommern älter als 65 Jahre alt - das ist bundesweit der niedrigste Wert. Zum Vergleich: In Rheinland-Pfalz liegt dieser Wert bei 22,1 Prozent.

Bezogen auf die Gesamtzahl der Ärzte und Psychotherapeuten liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 223 Medizinerinnen und Medizinern auf 100.000 Einwohner dagegen auf einem Platz im Mittelfeld. Hier führt Hamburg mit 315, Schleswig-Holstein liegt bei 218.

Viele jüngere Mediziner bevorzugen Teilzeit

Die vertragsärztliche Versorgung sei mit bundesweit 191.875 teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im vergangenen Jahr erneut gestiegen, erklärt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Insgesamt seien 2.324 Menschen im Vergleich zu 2024 hinzugekommen, was einen Zuwachs von 1,2 Prozent bedeute. Doch die Steigerung variiere je nach Fachbereich und falle im ärztlichen Bereich geringer aus (0,7 Prozent) als in der Psychotherapie (3,7 Prozent).

Die aktuellen Zahlen zeigten, dass die absolute Arztzahl pro Kopf in der ambulanten Versorgung weiterhin steige, so die KBV. Dennoch werde die für die Patientenversorgung zur Verfügung stehende Zeit knapper. Ein Grund dafür sei, dass immer mehr Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapeuten eine Anstellung oder Teilzeitbeschäftigung bevorzugten – vor allem jüngere.

"Gerade bei der hausärztlichen Versorgung weisen die Zahlen einen kontinuierlichen Rückgang nach", sagt Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV, mit Blick auf die bundesweiten Zahlen. Schon jetzt seien etwa 5.000 Hausarztsitze deutschlandweit nicht besetzt. Und die Abgangsraten würden durch die Babyboomer zukünftig noch weiter steigen. "Deshalb brauchen wir dringend Strukturreformen – unter anderem etwa weniger Bürokratie und eine bessere Patientensteuerung."

Quelle: dpa

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