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Mecklenburg-VorpommernBislang weniger Verkehrstote in Mecklenburg-Vorpommern

03.08.2026, 11:01 Uhr
Innenminister-Christian-Pegel-SPD-will-jeden-einzelnen-toedlichen-Verkehrsunfall-untersuchen-lassen

Knapp sechs Menschen sterben im ersten halben Jahr jeden Monat auf Mecklenburg-Vorpommerns Straßen. Die Zahlen durchbrechen den traurigen Aufwärtstrend der vergangenen beiden Jahre.

Schwerin (dpa/mv) - Auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns sind seit Jahresbeginn deutlich weniger Menschen bei Unfällen gestorben als im Vorjahreszeitraum. Während 2025 bis Juni noch 47 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben ließen, waren es nach einer vorläufigen Auswertung der Verkehrsunfallstatistik in diesem Jahr lediglich 35, wie eine Sprecherin des Innenministeriums Mecklenburg-Vorpommern mitteilte. Sie sind damit deutlich um rund 25 Prozent gesunken.

Gleichzeitig verzeichnete die Behörde mehr Verkehrsunfälle als in den ersten sechs Monaten 2025. Sie stiegen zwischen Januar und Juni dieses Jahres um 802 auf 26.386 Unfälle an.

Viele Geschwindigkeitskontrollen in dieser Woche

In dieser Woche beteiligt sich die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern an der europaweiten Verkehrssicherheitsaktion "Roadpol Speed Week". Dabei wird deutlich häufiger kontrolliert als üblich. Im Fokus stehen vor allem Temposünder, denn überhöhte Geschwindigkeit ist weiterhin die häufigste Ursache tödlicher Unfälle.

Innenminister Christian Pegel will nun hinter die Zahlen schauen: "Jeder tödliche Verkehrsunfall wird sorgfältig ausgewertet, damit wir unsere Maßnahmen noch gezielter ausrichten und die Verkehrssicherheit durch Aufklärung, Prävention und Kontrollen weiter stärken können", sagte der SPD-Politiker.

Wie viele Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer unter den 35 Todesopfern sind, ist bislang nicht bekannt. Im ersten Halbjahr 2025 starben unter anderem fünf Radfahrer und zehn Fußgänger bei Verkehrsunfällen. Ein 66 Jahre alter Radfahrer, der zuletzt nach einem Zusammenstoß mit einem Auto auf Rügen ums Leben kam, ist bereits in der aktuellen Halbjahresstatistik enthalten.

Mehr Unfälle, weniger Tote

Die Halbjahresbilanz unterbricht damit den Anstieg der Verkehrstoten in den vergangenen beiden Jahren. 2025 hatte Mecklenburg-Vorpommern bundesweit mit 50 Toten je eine Million Einwohner prozentual noch die meisten Unfalltoten. Der Bundesdurchschnitt lag bei 34.

Quelle: dpa

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