Sachsen-AnhaltSchülerzahlen an Privatschulen steigen langsamer

Mehr Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt besuchen Privatschulen. Warum das Wachstum langsamer ausfällt als in den Vorjahren.
Magdeburg (dpa/sa) - Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Privatschulen ist in Sachsen-Anhalt zuletzt weiter gestiegen, allerdings verlangsamt sich der Zuwachs. Im Vergleich zum Schuljahr 2024/25 habe es ein Jahr später gut 350 Schüler mehr gegeben an den Ersatzschulen und damit zusammen 22.350, teilte der Verband der Privatschulen auf der Grundlage von Daten des Statistischen Landesamts mit. Damit besuchten 10,5 Prozent aller Schüler im Land eine Privatschule.
"Festzustellen ist allerdings, dass sich seit dem Schuljahr 2022/23 die jeweilige Steigerungsrate pro Schuljahr reduziert hat", so der Verband. "Dies hat auch etwas damit zu tun, dass die Anzahl der allgemeinbildenden Ersatzschulen in Sachsen-Anhalt kaum noch steigt." Zwischen 2020/21 und 2025/26 seien drei Ersatzschulen dazugekommen.
Die meisten allgemeinbildenden Ersatzschulen seien weiterhin im Salzlandkreis (20) zu finden, die wenigsten im Jerichower Land (1). Den größten Schülerzuwachs hätten in den zurückliegenden fünf Jahren die freien Sekundarschulen (plus 657) und die freien Grundschulen (plus 609) verzeichnet. Prozentual sei der stärkste Schülerzuwachs mit 28 Prozent an den freien Gemeinschaftsschulen und den freien Sekundarschulen (plus 21,2 Prozent) registriert worden.