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Mecklenburg-Vorpommern"Campus der Zukunft": Zollhochschule in Rostock eröffnet

03.07.2026, 14:39 Uhr
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Von Baubeginn bis zur Abnahme dauerte es nur zwei Jahre. Nun wurde die neue Verwaltungshochschule des Bundes in Rostock eröffnet. Der Campus setzt auch architektonisch ein Zeichen.

Rostock (dpa/mv) - Die Universitätsstadt Rostock ist um einen Hochschulstandort reicher. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) eröffnete im Stadtteil Lichtenhagen offiziell die in Holzmodulbauweise errichtete neue Zollhochschule, an der bis zu 600 Studenten gleichzeitig den dualen Bachelorstudiengang "Zolldienst des Bundes" absolvieren können. Es war mit 230 Millionen Euro das größte Bundesbauprojekt in MV.

Klingbeil bezeichnete den Campus als Leuchtturm, der zeige, dass man in kürzester Zeit etwas auf die Beine stellen könne. Die 48.000 Zöllnerinnen und Zöllner leisteten einen unschätzbaren Beitrag für Deutschland. Sie sorgten für Sicherheit, Fairness und Gerechtigkeit, damit die Ehrlichen im Land nicht die Dummen seien. Das zeige sich unter anderem im Kampf gegen die Schwarzarbeit.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die selbst einmal als Finanzbeamtin in der Steuerfahndung mit dem Zoll zusammenarbeitete, sprach von einer wichtigen Infrastrukturentscheidung für Rostock und Mecklenburg-Vorpommern. Als "Campus der Zukunft der Zollverwaltung" bezeichnete der Präsident der Generalzolldirektion, Armin Rolfink, die neue Hochschule, die ihren Lehrbetrieb im März aufnahm.

1.000 gestapelte Holzmodule

Lichtenhagen ist eine Nebenstelle des Fachbereichs Finanzen in Münster der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung. Während Unter- und Erdgeschosse sowie die Treppenräume der Gebäude aus Stahlbeton errichtet wurden, besteht der Großteil des Campus aus etwa 1.000 gestapelten Holzmodulen. Die Bauarbeiten begannen im Januar 2024.

Neben einem Schulungs- und Seminargebäude mit insgesamt 24 Lehrsälen und 48 Gruppenarbeitsräumen sowie einer Bibliothek entstand ein Büro- und Verwaltungsgebäude. Darüber wurden zwei Hörsäle, ein Wirtschaftsgebäude mit Mensa, ein siebengeschossiges Wohngebäude für 620 Unterkünfte, ein Fitnessraum und ausreichend Pkw- sowie Fahrrad-Stellplätze geplant.

Der dreijährige Studiengang bereitet auf den Einsatz im gehobenen nichttechnischen Zolldienst vor. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Steuerrecht, Zollrecht, Recht der sozialen Sicherung, Betriebswirtschaftslehre, Verwaltungspsychologie und digitale Verwaltung. Für die Dauer des Studiums erhalten die Studenten ein monatliches Grundgehalt von rund 1.700 Euro netto zuzüglich etwaiger Familienzuschläge.

Quelle: dpa

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