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Mecklenburg-VorpommernDenkmal für früheren Landesrabbiner William Wolff

18.03.2026, 16:44 Uhr
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William Wolff war als Landesrabbiner für Mecklenburg-Vorpommern eine Institution. Mit großem Engagement und auch Humor setzte er sich für Dialog und Verständigung ein.

Schwerin (dpa/mv) - Der ehemalige Landesrabbiner William Wolff (1927-2020) bekommt zu seinem 100. Geburtstag im kommenden Jahr ein Denkmal in Schwerin. Gestaltet wird es von der Künstlerin Anna Martha Napp aus Lübow (Landkreis Nordwestmecklenburg), wie die Landeshauptstadt mitteilte.

Napp habe den Wettbewerb zur Gestaltung des Denkmals gewonnen. Es soll auf dem Schlachtermarkt im historischen Stadtzentrum aufgestellt werden, dort befindet sich auch die jüdische Synagoge.

Die zirka 1,60 Meter große Bronze-Skulptur zeige William Wolff in seiner typischen, leicht gebeugten Körperhaltung, hieß es. "Ich bin mir sicher - viele Schweriner werden ihn wiedererkennen", erklärte Kulturdezernent Silvio Horn. Möglich werde das Denkmal durch zahlreiche Spenden aus der Stadtgesellschaft.

Wolff wurde 1927 in Berlin geboren und floh mit seinen Eltern 1933 nach Amsterdam und später nach London. Von 2002 bis 2015 war er Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern und setzte sich mit großem Engagement und auch Humor für die Verständigung zwischen Juden und Nichtjuden ein.

Quelle: dpa

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