Mecklenburg-VorpommernDeutlich weniger Schwimmabzeichen für Kinder

In Mecklenburg-Vorpommern machen 2025 deutlich weniger Kinder ein Schwimmabzeichen. Dass viele Kinder nicht sicher schwimmen können, ist auch ein bundesweites Problem.
Schwerin (dpa/mv) - Während 2025 deutschlandweit mit 100.000 vergebenen Schwimmabzeichen ein Anstieg zu verzeichnen ist, fallen die Zahlen in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zum Vorjahr stark. 809 Kinder haben im vergangenen Jahr das Seepferdchen vergeben bekommen, 150 weniger als noch 2024. Bei Bronze, Silber und Gold setzt sich der Trend fort: Auch hier wurden weniger Abzeichen gemacht.
Bei dem Bronze-Abzeichen ist der Unterschied besonders drastisch, im Vergleich zum Vorjahr erhielten 425 weniger Kinder das Abzeichen. Das zeigen die veröffentlichten Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zu 2025.
Engpässe bei Kursen und Mangel bei Schwimmlehrkräften
"Schwimmen zu können, bedeutet weit mehr als nur eine Sportart zu beherrschen – es ist eine lebenswichtige Fähigkeit, die jedem Kind Sicherheit, Freude und Freiheit schenkt", beteuert Schirmherrin und Bildungs- und Familienministerin für Karin Prien (CDU).
Nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern sind fehlende Schwimmfähigkeiten von Kindern ein Problem. DLRG Präsidentin Ute Vogt geht davon aus, "dass fast 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler am Ende der vierten Klasse nicht sicher schwimmen können". Das liegt besonders an zunehmend langen Wartezeiten für Schwimmkursplätze und den trotz des bundesweiten Förderprogramms weiter fehlenden Wasserflächen zum Üben. In den Grundschulen herrscht zudem ein Mangel an qualifizierten Lehrkräften für den in allen Ländern vorgesehenen Schwimmunterricht, weshalb dieser oft entfällt.