Mecklenburg-VorpommernEichen zu Möbeln - Qualitätsholz für 462.000 Euro verkauft

Beim diesjährigen Wertholztermin der Landesforstanstalt wurden die besten Baumstämme des Landes meistbietend verkauft. Fast eine halbe Million Euro spült das in die Kassen der Waldbesitzer.
Malchow/Malchin (dpa/mv) - Ein Schatz im Wald bei Malchow an der Seenplatte im Wert von knapp einer halben Million Euro hat die Besitzer gewechselt. Dutzende Stämme von Laubbäumen der besten Qualität sind meistbietend verkauft worden.
Elf Arten waren laut dem Schweriner Landwirtschaftsministerium auf dem Wertholzlagerplatz Nossentiner Heide nahe Malchow vertreten - vor allem verschiedene Eichenarten, wie Trauben- und Stieleiche. Aber auch Ahorn, Erle, Esche, Birke, Buche und Linde waren demnach dabei.
Insgesamt lagen 594 Festmeter Wertholz auf dem Platz, wie es hieß. Seit Jahresbeginn konnten Interessenten die Stämme besichtigen und ihre schriftlichen Gebote abgeben. Am Donnerstag wurden die Umschläge in der Zentrale der Landesforstanstalt in Malchin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geöffnet. Anschließend bilanzierte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums: 97 Prozent des Holzes wurden für eine Gesamtsumme von 462.000 Euro verkauft.
Im vergangenen Jahr 670.000 Euro erzielt
Die sogenannte Wertholz-Submission wird jährlich von der Landesforstanstalt veranstaltet. Das meiste Holz, das jetzt neue Eigentümer fand, stammt aus landeseigenen Wäldern, wie es hieß. Aber auch kommunale Waldbesitzer, wie die Städte Rostock und Greifswald, und Private hatten Stämme beigesteuert.
In diesem Jahr lag etwas weniger Holz auf dem Platz als im vergangenen, als 704 Festmeter zum Verkauf standen. Es seien die besten Holzqualitäten des Landes, erklärte eine Ministeriumssprecherin. Im vergangenen Jahr seien beim Wertholztermin 670.000 Euro erzielt worden.
Wer kauft so teures Holz? Dem Ministerium zufolge sind die Stämme aufgrund ihrer hohen Qualität vor allem in der Furnier- und Möbelindustrie gefragt. Der Katalog war an Kaufinteressenten im gesamten Bundesgebiet und im Ausland gegangen. Geboten haben laut Ministerium 15 Bieter. Den Spitzenwert erzielte am Donnerstag der Bergahorn eines privaten Anbieters mit 3.569 Euro pro Festmeter, wie es weiter hieß. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter Holz ohne Zwischenräume.