Mecklenburg-VorpommernEtwas mehr Betreuungsverfahren in MV – Ausgaben sinken

Für Erwachsene, die ihre Angelegenheiten nicht mehr erledigen können, dürfen Gerichte rechtliche Betreuer anfordern. Trotz vieler Verfahren sinken die Ausgaben dafür in Mecklenburg-Vorpommern.
Schwerin (dpa/mv) - Rechtliche Betreuer für Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen können, sind in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin sehr gefragt. Bei der Zahl der Verfahren über rechtliche Betreuer an Amtsgerichten gab es im vergangenen Jahr ein leichtes Plus: Lag diese in Mecklenburg-Vorpommern 2024 noch bei knapp unter 34.300, stieg die Zahl 2025 auf etwas mehr als 34.600, wie das Justizministerium des Landes mitteilte. Dagegen sanken die Gesamtausgaben für Betreuer und Verfahrenspfleger im vergangenen Jahr um knapp eine Million Euro auf rund 39,5 Millionen Euro.
Rechtliche Betreuung werde immer wichtiger
Laut Justizministerin Jacqueline Bernhardt wird die rechtliche Betreuung werde in der alternden Gesellschaft immer wichtiger. "Egal ob ehrenamtlich bei Angehörigen oder Freundinnen und Freunden oder beruflich", sagte die Linke-Politikerin. Knapp jede dritte rechtliche Betreuung werde ehrenamtlich erledigt.
Wenn ein volljähriger Mensch seine Angelegenheiten aufgrund einer Krankheit oder Behinderung rechtlich nicht erledigen kann, fordert das Betreuungsgericht laut BGB für die Person einen rechtlichen Betreuer an.