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Mecklenburg-VorpommernFestakt für Günther Uecker – in Geschichtsbücher "genagelt"

10.06.2026, 17:00 Uhr
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Mit seinen Nagelbildern erlangte Günther Uecker Weltruhm. Etliche Menschen erinnern in Schwerin an den 2025 verstorbenen Künstler aus Mecklenburg. Auch ein ehemaliger Bundestagspräsident ist zu Gast.

Schwerin (dpa/mv) - Zahlreiche Menschen haben zum ersten Todestag von Günther Uecker mit einem Festakt an den bedeutenden Objektkünstler erinnert. Der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) lobte in seiner Festrede im Staatlichen Museum Schwerin die außergewöhnliche künstlerische Laufbahn Ueckers. Er gehöre zu den größten Künstlern der Gegenwart und habe sich buchstäblich in die Geschichtsbücher "genagelt".

Auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Ueckers Sohn Jacob Uecker waren vor Ort. Für den Abend war nach Angaben des Günther-Uecker-Instituts eine Buchvorstellung ("Im All der Zeichen. Der Semionat Günther Uecker") in der Landesbibliothek und eine 30-minütige Filmvorführung ("Lichtbogen – Günther Uecker und der Schweriner Dom") im Dom geplant.

Uecker gelangte vor allem mit seinen reliefartigen Nagelbildern zu Weltruhm. Er war am 10. Juni 2025 im hohen Alter von 95 Jahren in seiner Wahlheimat Düsseldorf gestorben. Mit einem Trauergottesdienst in Schwerin wurde die bis zuletzt enge Bindung des gebürtigen Mecklenburgers zum Land seiner Kindheit und Jugend gewürdigt.

Vier Fenster für den Schweriner Dom

Am 13. März 1930 im mecklenburgischen Wendorf geboren, ging Uecker 1955 nach Düsseldorf, um dort, unbeeinflusst von politischen Dogmen und inspiriert von neuen Entwicklungen der abstrakten Kunst, sein in der DDR begonnenes Kunststudium fortzusetzen. Mit seinem Schaffen wurde er zu einem Wegbereiter der heute hoch gehandelten ZERO-Kunst und einem der bedeutendsten deutschen Nachkriegskünstler.

Nach dem Mauerfall kehrte er regelmäßig zum Arbeiten nach Mecklenburg zurück. Für den Schweriner Dom gestaltete er vier große, in Blautönen gehaltene Glasfenster, die Ende 2024 in seinem Beisein feierlich eingeweiht wurden.

Quelle: dpa

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