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Mecklenburg-Vorpommern Grippewelle in MV nimmt Fahrt auf

Eine Frau putzt sich die Nase.

(Foto: Maurizio Gambarini/dpa/Symbolbil)

Schnupfen, Husten, Fieber - in diesem Jahr beginnt die Grippewelle deutlich früher. Das belegt die Statistik. Und die typischen Erkältungsmonate stehen erst noch bevor.

Rostock (dpa/mv) - Im Nordosten sind seit Anfang Oktober deutlich mehr Grippefälle gemeldet worden als in den vergleichbaren Zeiträumen der beiden Vorjahre. Vom 3. Oktober bis 20. November registrierte das Landesamt für Gesundheit und Soziales 573 Influenza-Infektionen. Damit liegen die Meldezahlen erheblich über der Saison 2021/22, in der im gleichen Zeitraum nur drei Infektionen gemeldet worden seien, teilte das Landesamt auf Anfrage mit. In der Saison 2020/21 waren es lediglich sechs Fälle.

Allein für die Woche vom 14. bis 20. November dieses Jahres liefen aus allen Landkreisen und kreisfreien Städten Meldungen über 202 Influenza-Infektionen auf; in der Woche zuvor waren es 164. Die meisten Infektionen (79) gibt es aktuell in der Gruppe der Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 14 Jahren.

In diesem Jahr beginnt die Grippewelle laut Lagus deutlich früher als in den Vorjahren. Fachleute wiesen zudem darauf hin, dass in den beiden Vorjahren durch das coronabedingte Maskentragen und das Abstandhalten auch die Zahl der Influenza-Infektionen niedrig gewesen sei.

Nachgewiesene Influenza-Fälle werden jeweils von Anfang Oktober bis Mitte April, der üblichen Grippesaison, statistisch gesondert erfasst. Nach den Meldungen der am Frühwarnsystem beteiligten Mediziner gab es in der 46. Kalenderwoche 2670 Arztkonsultationen pro 100.000 Einwohner wegen Schnupfen, Husten und Fieber. Das entspricht rechnerisch einer Gesamtzahl von 43.023 Arztbesuchen wegen akuter Atemwegserkrankungen.

Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) hatte erst kürzlich erneut für eine Grippeschutzimpfung geworben, die in der Coronavirus-Pandemie besonders wichtig sei. "Insbesondere Ältere ab 60 Jahren, chronisch Kranke und Schwangere sollten sich impfen lassen, da sie ein erhöhtes Risiko für einen schweren Grippeverlauf haben", hatte Drese im Oktober betont. Die jährliche Grippeimpfung biete die beste Möglichkeit, sich und andere vor einer möglichen Influenza-Infektion zu schützen.

Quelle: dpa

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