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Mecklenburg-VorpommernGrundschullehrer und Erzieher sollen bis Ostern geimpft sein

15.03.2021, 10:50 Uhr

Gute Nachrichten für Grundschullehrer und Erzieher in Mecklenburg-Vorpommern: Sie sollen bald durchgeimpft sein.

Ludwigslust (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern will seine Grundschullehrer und Erzieher bis zum Ende der zweiten Aprilwoche mit der ersten Impfung gegen das Coronavirus versorgt haben. Auf dieses Ziel haben sich die sechs Landkreise verständigt, wie der Landrat von Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg (SPD), am Montag bei der Eröffnung eines Schnelltestzentrums in Ludwigslust sagte. Sein Landkreis plane, allen rund 4500 Grundschullehrern und Erziehern dort sogar schon bis Ostern die erste Impfung zu ermöglichen. Rund 1300 Lehrer und Erzieher hätten ihre erste Spitze bereits bekommen.

Die zweite Impfung für diese Berufsgruppe soll dann bis zu den Sommerferien erfolgen. "Und dann haben wir nach den Sommerferien eine ganz hohe Stabilität innerhalb dieser Gruppe", sagte Sternberg. Das Land hatte am 2. März die Covid-19-Schutzimpfungen nach Druck aus den Kommunen für Lehrer und Erzieher freigegeben.

Das am Montag eröffnete Schnelltestzentrum in Ludwigslust ist eines von 16, die der Landkreis bis zum 24. März an den Start bringen will. Am Freitag hatten bereits drei Schnelltestzentren in Nordwestmecklenburg den Betrieb aufgenommen und am Wochenende eines an der deutsch-polnischen Grenze. In Vorpommern-Rügen sollten ab Montag Testzentren in Stralsund, Ribnitz-Damgarten und Grimmen Schnelltests anbieten. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte in Ludwigslust, sie sei dankbar für das Engagement der Kommunen und der Organisationen, die die Zentren betreiben.

Der Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach (parteilos) und Landrat Sternberg kritisierten, dass die Schnelltest-Ergebnisse nur bis 24.00 Uhr eines Tages gültig seien. Sie forderten, die Gültigkeit auf 24 Stunden festzulegen, unabhängig davon, zu welcher Tageszeit der Test erfolge. Auch Schwesig sagte, sie finde das unpraktisch.

Jedem Bürger in Deutschland soll ein kostenloser Corona-Schnelltest pro Woche zustehen. Die Kontrolle dürfte ein Problem sein, denn die Testzentren sind nicht digital vernetzt. In dem am Montag eröffneten Zentrum in Ludwigslust würden die persönlichen Daten nicht erhoben, sagte der Geschäftsführer des örtlichen DRK als Betreiber, Christoph Richter.

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