Mecklenburg-VorpommernHolocaust-Gedenken: Schwesig lobt Engagement junger Menschen

Immer weniger Zeitzeugen können über die Gräueltaten im Nationalsozialismus berichten. Umso wichtiger ist der Einsatz junger Menschen für die Demokratie, sagt Ministerpräsidentin Schwesig.
Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus das politische Engagement junger Menschen hervorgehoben. "Es ist erschreckend, dass politische Kräfte die Zeit des Nationalsozialismus verharmlosen oder Akteure bedrohen, die sich für die Demokratie einsetzen", sagte Schwesig laut einer Mitteilung der Staatskanzlei. "Das dürfen wir nicht hinnehmen. Ich bin deshalb dankbar, dass sich vor allem viele junge Menschen für die Demokratie engagieren."
Es sei wichtig, dass sich Kinder und Jugendliche über die Zeit des Nationalsozialismus informieren könnten. Zeitzeugen gebe es kaum noch. Daher könnten Schulen seit Jahresbeginn für Gedenkstättenfahrten mehr Geld vom Land bekommen und diese Förderung leichter beantragen.
Der 27. Januar erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers in Auschwitz im Jahr 1945. Schwesig betonte die gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung an die NS-Opfer lebendig zu halten. "Wir können nichts ungeschehen machen. Aber wir können gemeinsam dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert." Am Abend will Schwesig an einer Gedenkstunde im Schweriner Landtag teilnehmen.