Mecklenburg-VorpommernMann mit Armbrust getötet - Plädoyers und Urteil erwartet

Die tödliche Waffe war eine Armbrust. Mit der soll ein Mann auf seinen Nachbarn geschossen haben. Der Angeklagte betonte, er habe den Mann nicht töten wollen. Ein Gericht will sein Urteil verkünden.
Neubrandenburg (dpa/mv) - Vor dem Landgericht Neubrandenburg wird am Dienstag das Urteil gegen einen 51 Jahre Mann erwartet, der seinen Nachbarn mit einer Armbrust getötet haben soll. Am Vormittag (ab 10.00 Uhr) sollen zunächst zwei Sachverständige gehört und anschließend die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gehalten werden. Danach will das Gericht ein Urteil verkünden. Der Angeklagte steht wegen des Vorwurfs des Totschlags vor Gericht.
Er soll am 18. April dieses Jahres in dem zu Neustrelitz gehörenden Ort Prälank nach einem Streit einen 32 Jahre alten Nachbarn aus etwa zwei Meter Entfernung mit der Armbrust getötet haben. Der Bolzen traf den Mann laut Anklage am Hals und durchtrennte mehrere Blutgefäße. Der 32-Jährige sei wegen erheblichen Blutverlustes gestorben.
Der Angeklagte, der sich seit dem 19. April in Untersuchungshaft befindet, hatte ausgesagt, dass er den Nachbarn nicht habe töten wollen und im Affekt geschossen habe. Er selbst hatte die Polizei über den Notruf alarmiert. Die Beamten stellten bei ihm damals einen Atemalkoholwert 2,79 Promille fest.