Mecklenburg-Vorpommern80 Prozent der MV-Apotheken am Montag geschlossen

Am Montag bleiben viele Apotheken auch in MV wegen eines Protesttages geschlossen. Aber es gibt Notdienste.
Schwerin (dpa/mv) - Der Apothekerverband Mecklenburg-Vorpommern rechnet damit, dass am Montag im Nordosten über 80 Prozent der Apotheken, die nicht im Notdienst eingeteilt sind, ganztägig geschlossen bleiben. Grund ist ein bundesweiter Protesttag.
"Wir gehen aktuell davon aus, dass viele Apothekenteams, also mehrere hundert Personen allein aus Mecklenburg-Vorpommern, zusätzlich an der Protestveranstaltung in Berlin teilnehmen", sagte Verbandsvorsitzender Markus Oelze.
Der Notdienst finde aber wie gewohnt statt. Patientinnen und Patienten bat Oelze, planbare Besorgungen auf den Dienstag zu verschieben. Der Verband verwies zugleich auf das Portal der Apothekerkammer, auf dem dienstbereite Apotheken in jeweiliger Wohnortnähe gesucht werden könnten. In Mecklenburg-Vorpommern gab es zum Ende des Jahres 2024 rund 350 Apotheken.
Die Apotheken seien die dezentrale Arzneimittelreserve der Bundesrepublik Deutschland, betonte Oelze. Die Vergütung für diese Leistungen der Apotheken seien aber seit 2013 nicht mehr angepasst worden, während die Kosten im gleichen Zeitraum massiv gestiegen seien. Deshalb forderten die Apotheker die Regierungsparteien auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Anpassung umgehend vorzunehmen.