Mecklenburg-VorpommernSchlösser Schwerin und Granitz schließen an 2019 an

Schwerin (dpa/mv) - Das Schweriner Schloss hat sich nach den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 in diesem Jahr wieder als größter Besuchermagnet unter den Schlössern Mecklenburg-Vorpommerns erwiesen. Bis zum Stichtag am 11. Dezember wurden bereits 175.000 Gäste gezählt, wie die Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV, Pirkow Zinnow, am Mittwoch mitteilte. "Bis Ende des Jahres erwarten wir hier fast so hohe Zahlen wie im Rekordjahr 2019." Damals waren 194 557 Besucher gezählt worden.
Zu den Staatlichen Schlössern, Gärten und Kunstsammlungen MV gehören die Anlagen in Schwerin, Güstrow, Bothmer, Ludwigslust, Mirow, Hohenzieritz und Granitz auf Rügen, außerdem das seit Oktober 2021 wegen Umbauten geschlossene Staatliche Museum Schwerin. Die schönsten Werke aus dem Staatlichen Museum sind seit Juli unter dem Titel "Glanzstücke im Dialog" im Schloss zu sehen. Rund 54.000 Besucher zog die Schau bisher an.
"Auch das Jagdschloss Granitz konnte an die erfolgreichen Besucherzahlen vor der Pandemie anschließen", sagte Zinnow weiter. Berücksichtige man die coronabedingte Schließung des Aussichtsturms bis April, sei die Zahl von 115.752 Besuchern bis 11. Dezember (Jahr 2019: 123 464) als besonders zufriedenstellend zu betrachten.
Die Besucherzahlen der Schlösser Mirow und Hohenzieritz sind den Angaben zufolge mit denen des Jahres 2018 vergleichbar. "Schloss Bothmer und Schloss Ludwiglust sind von der allgemeinen Krisenentwicklung stärker und nachhaltiger betroffen", berichtete Zinnow. "Die Besucherzahlen sind hier noch nicht wieder auf Vor-Corona-Niveau." Beide Standorte hätten vor der Pandemie zwei Standbeine – Bustourismus und Veranstaltungen - gehabt. Beide hätten sich bis jetzt noch nicht wieder voll erholt und litten unter hohen Preissteigerungen. In Ludwigslust gebe es außerdem Einschränkungen durch Baumaßnahmen.