Mecklenburg-VorpommernSchwesig stellt sich hinter Schüler-Klima-Demos

Rostock (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin und SPD-Landeschefin Manuela Schwesig hat die Klima-Demonstrationen von Schülern, "Fridays for Future", gegen Kritik verteidigt und den Teilnehmern ihren Respekt gezollt. Mit ihren wöchentlichen Aktionen hätten sie ein wichtiges Thema wie den Klimaschutz wieder ins Zentrum der öffentlichen Debatten gerückt. "Das ist Engagement von Jugendlichen, wie wir es uns wünschen", sagte Schwesig am Sonntag auf dem SPD-Landesparteitag in Rostock-Warnemünde. Weil Schüler für die Demonstrationen dem Unterricht fern bleiben, gab es mit Hinweis auf die in Deutschland geltenden Schulpflicht immer wieder Kritik.
"Es geht beim Klimaschutz nicht um die Zukunft, es geht um die Gegenwart. Denn jetzt muss gehandelt werden", sagte Schwesig. Und das würden die jungen Leute mit ihren Aktionen Wirtschaft und Politik deutlich vor Augen führen. Damit straften sie nun all jene Lügen, die behaupteten, Jugendliche sitzen nur auf dem Sofa und spielen mit dem Smartphone. Die Regierungschefin kündigte an, bei der nächsten Protestaktion in Schwerin zu den Teilnehmern sprechen und eine Abordnung in die Staatskanzlei einladen zu wollen.
Anfang März hatten in Mecklenburg-Vorpommern Schätzungen zufolge rund 3500 Schüler an den weltweiten Klima-Demonstrationen "Fridays for Future" teilgenommen. Die hohe Beteiligung wertete Schwesig als Indiz für das Interesse junger Leute, sich aktiv in politische Prozesse einzumischen. Sie erneuerte die Forderung nach einer Herabsetzung des Wahlalters auch bei Landtagswahlen auf 16 Jahre und warf der oppositionellen Linken vor, mit ihrer Ablehnung einer Verfassungsänderung die Bürgerbefragung dazu zu verhindern. Die Linke solle die Proteste der jungen Leute ernst nehmen und ihre "parteipolitische Blockadehaltung" aufgeben, mahnte Schwesig.
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