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Mecklenburg-VorpommernSommerferien nutzen und Social Media aufräumen

17.07.2026, 04:31 Uhr
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Können Unbekannte einfach Kontakt aufnehmen? Oder ist das Vertrauen in die Wecker-App zu groß? Was junge Medienscouts anderen Jugendlichen im Nordosten für Datenschutz und Social Media raten.

Schwerin (dpa/mv) - Wer im Nordosten gerade Sommerferien hat, kann die Zeit nutzen, um seine Daten besser zu schützen und bei Social Media aufzuräumen. Das Projekt "Medienscouts Mecklenburg-Vorpommern" hat dazu Tipps entwickelt. Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Sebastian Schmidt, Partner des Projekts, erklärt: "Mit wenigen Minuten Aufwand können Jugendliche ihre Konten deutlich besser schützen und selbst entscheiden, welche Informationen sie im Netz preisgeben."

Passwörter: Der erste Schritt ist laut den Medienscouts die Überprüfung der Passwörter. Für jeden Account sei ein starkes Passwort ratsam. Passwortmanager könnten helfen, sichere Kennwörter zu erstellen und übersichtlich zu verwalten.

Privatsphäre-Einstellungen: Auch ein Blick in die Einstellungen zur Privatsphäre einzelner Plattformen könne sich lohnen: Wer kann mein Profil finden? Wer sieht meine Beiträge, darf kommentieren oder teilen? Und wer kann Kontakt mit mir aufnehmen?

App-Berechtigungen: Bei der Installation erhalten viele Apps standardmäßig weitreichende Zugriffsrechte. Es lohne sich, kritisch zu hinterfragen, welche Berechtigungen tatsächlich erforderlich seien: Benötigt eine Wecker-App Zugriff auf Fotos? Muss eine Video-App dauerhaft auf das Mikrofon oder den Standort zugreifen? Was nicht notwendig ist, sollte deaktiviert oder nur bei Benutzung der App zugelassen werden.

Follower und Kontakte: Unbekannte Follower oder Kontakte, Spamanfragen und Fake-Profile können den Medienscouts zufolge entfernt werden. Grundsätzlich gelte, Freundschaftsanfragen unbekannter Personen nicht anzunehmen.

Eigenes Profil: Wer wolle, könne auch das eigene Profil unter die Lupe nehmen und alte Beiträge, angeheftete Inhalte oder Highlights, die nicht mehr zur eigenen Persönlichkeit passten, löschen oder aktualisieren. So entstehe ein aktueller und authentischer Online-Auftritt und die "For You Page" werde bewusster gestaltet.

Jugendliche der 8. bis 10. Klasse können in kostenfreien Wochenendcamps zu Medienscouts ausgebildet werden, um ihre Mitschüler im Umgang mit digitalen Medien, Datenschutz oder Cybermobbing zu unterstützen. Für das nächste Ausbildungswochenende im November in Schwerin können sich Schülerinnen und Schüler auf der Website des Projekts anmelden.

Quelle: dpa

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