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Mecklenburg-Vorpommern Verkehrsunternehmen bisher mit 41 Millionen Euro unterstützt

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Bund und Länder schützen den Öffentlichen Nahverkehr in Deutschland mit einem Rettungsschirm vor den Folgen der Pandemie. Durch das 9-Euro-Ticket fallen die Transferzahlungen in diesem Jahr nochmals höher aus.

Schwerin (dpa/mv) - Die Verkehrsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern haben im laufenden Jahr bereits rund 41 Millionen Euro aus dem von Bund und Ländern aufgespannten Rettungsschirm erhalten. "Davon entfallen auf die Unternehmen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) rund 22 Millionen Euro und auf die Unternehmen des sonstigen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) 19 Millionen Euro", teilte das Wirtschaftsministerium in Schwerin mit. Hiermit sollen sowohl Erlösausfälle in Folge der Corona-Pandemie als auch bedingt durch das 9-Euro-Ticket ausgeglichen werden.

Im Gesamtjahr 2021 betrugen die aus dem ÖPNV-Rettungsschirm ausgezahlten Beträge nur gut 38 Millionen Euro. Während die Pandemie-Zuschüsse je zur Hälfte von Bund und Land getragen werden, zahlt für das 9-Euro-Ticket allein die Bundesebene, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erwartet trotz der Hilfszahlungen für das laufende Jahr eine steigende Belastung der Verkehrsunternehmen in Deutschland durch die hohen Energie-, Material- und Personalkosten. Bisher habe die Branche noch von länger laufenden Verträgen für Energie und Kraftstoffe profitiert, auch diese müssten jedoch nach und nach zu den aktuellen Marktpreisen erneuert werden, so ein Sprecher des Verbands. Soll das Angebot im ÖPNV trotz der gestiegenen Kosten stabil bleiben, entstehe für das laufende Jahr ein Fehlbetrag von bundesweit 750 Millionen Euro bei den Unternehmen.

Doch auch unabhängig von den Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine decke der ÖPNV-Rettungsschirm einen immer geringeren Anteil der tatsächlichen Bedarfe ab, sagte der VDV. Da die Zuschüsse auf Basis der Einnahmen im Jahr 2019 ausgezahlt werden, bleiben demnach übliche Tarifanpassungen - in Folge von Inflation oder Gehaltssteigerungen - außen vor.

Quelle: dpa

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