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Mecklenburg-VorpommernWarum große Flächen in MV munitionsbelastet sind

16.07.2026, 05:32 Uhr
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In den Böden Mecklenburg-Vorpommerns schlummert explosive Altlast. Sie macht Feuerwehreinsätze zum Risiko. Warum ist das so?

Kratzeburg (dpa/mv) - Bomben, Minen und Granaten: In Mecklenburg-Vorpommern lagern im Boden noch immer große Mengen Altmunition. Während in größeren Städten vor allem Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden, handelt es sich in den dünn besiedelten und waldreichen Gebieten eher um Munition, die über viele Jahrzehnte für militärische Manöver und Schießübungen genutzt wurde. Unter anderem in und um Neustrelitz waren ab 1945 rund 20.000 Soldaten der Roten Armee stationiert.

Die Munition in den Wäldern stammt aber teils auch von der deutschen Wehrmacht, die sich 1945 auf der Flucht vor der sowjetischen Armee ihrer Waffen und Munition entledigte. Ein Areal in Lübtheen wurde etwa schon vor dem Zweiten Weltkrieg ab 1935 militärisch genutzt. Später baute die Nationale Volksarmee den Platz aus.

Laut Innenministerium gelten rund 10.000 Hektar Wald in MV als hochgradig belastet. Bei Waldbränden erschwert das die Löscharbeiten erheblich, immer wieder detoniert noch verborgene Munition.

Aktuell wird das auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz im Müritz-Nationalpark zur Herausforderung, wo eine Fläche von mehr als 200 Hektar betroffen ist. Erst Ende Juni brannte es auf einem anderen ehemaligen Truppenübungsplatz bei Neustrelitz. 2019 verbrannten auf dem früheren Truppenübungsplatz Lübtheen im Südwesten fast 1.000 Hektar Wald.

Quelle: dpa

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