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Berlin & BrandenburgMähroboter verletzen Igel - auch Handel startet Aufklärung

16.07.2026, 05:02 Uhr
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Mähroboter werden zur Gefahr für nachtaktive Igel. Warum auch Baumärkte warnen und was Verbraucher beachten sollten.

Potsdam /Luckenwalde (dpa/bb) - Wer einen Mähroboter kaufen will, soll in Baumärkten in Brandenburg künftig über die Gefahren für Igel informiert werden. Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt will heute (10.00) in einem Toom-Markt in Luckenwalde die ersten Plakate dazu aufhängen. Der Handel beteiligt sich damit an der brandenburgischen Tierschutzkampagne mit dem Titel "Dein Einsatz für Igel".

Geschultes Baumarkt-Personal soll die Kunden darüber aufklären, dass Mähroboter in der Dämmerung und nachts pausieren sollen. Denn für nachtaktive Wildtiere wie Igel können diese geräuscharmen Geräte lebensbedrohlich sein. Die Tiere nehmen die Mähroboter erst spät wahr. Sie fahren trotz Sensortechnik über Igel hinweg, was zu tiefen Schnittwunden, Verstümmelungen und nicht selten zu Amputationen führt, wie es hieß.

Nachtfahrverbote für Mähroboter und Appelle

Manche Kommunen haben bereits ein Nachtfahrverbot für Mähroboter erlassen, darunter Cottbus und der Landkreis Dahme-Spreewald. Andere Städte setzen auf Freiwilligkeit und Appelle an Gartenbesitzer.

Verletzte Igel werden abgegeben

Die Stadt Brandenburg an der Havel teilte im Juni mit, dass innerhalb weniger Tage drei durch Mähroboter verletzte Igel in einem Naturschutzzentrum abgegeben wurden. Es sei von einer deutlich höheren Zahl betroffener Tiere auszugehen. "Verletzte Igel ziehen sich häufig in Verstecke zurück und sterben dort unbemerkt", wie es hieß.

Der Igel zählt laut Agrar- und Umweltministerium zu den besonders geschützten Arten. Dennoch gehen seine Bestände seit Jahren zurück.

Quelle: dpa

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