Regionalnachrichten

Niedersachsen & Bremen2:3 gegen Kiel: Braunschweiger Rückschlag im Abstiegskampf

17.02.2023, 21:05 Uhr
Braunschweigs-Maurice-Multhaup-M-jubelt-mit-Teamkollegen-nach-seinem-Treffer-zum-1-3
(Foto: Andreas Gora/dpa)

Packendes Nordduell in der 2. Bundesliga: Kiel führt in Braunschweig schon mit 3:0, doch am Ende wird es noch einmal spannend.

Braunschweig (dpa/lni) - Eintracht Braunschweig hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga einen bitteren Abend erlebt. Der Aufsteiger verlor nach desolatem Auftakt und später Aufholjagd mit 2:3 (0:2) gegen Holstein Kiel und droht nun an diesem Wochenende auf einen der Abstiegsplätze zurückzufallen.

Fabian Reese (14. Minute) und Holmbert Aron Fridjonsson (22.) trafen schon früh für die Kieler. Timo Becker (49.) legte kurz nach der Pause einen dritten Treffer nach. Zwei Tore von Maurice Multhaup (57.) und Danilo Wiebe (70.) ließ die 18 747 Zuschauer noch einmal auf eine Wende hoffen. Saulo Decarli hatte in der 85. Minute die Chance zum 3:3.

"Wir haben es noch einmal spannend gemacht. Aber insgesamt sind drei Gegentore zu viel, um ein Heimspiel gewinnen zu können", sagte Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann bei Sky. Der 65-Jährige hatte seinen auslaufenden Vertrag am Nachmittag vor dem Spiel bis Ende 2024 verlängert. "Wir kriegen zu viele Gegentore. Das ist der Schlüssel. Wenn wir das nicht abstellen, wird es schwierig."

Zwar fehlten auch den Gästen sechs verletzte Spieler. Doch es waren in erster Linie die Braunschweiger, die den Ausfall von gleich fünf Innenverteidigern nicht kompensieren konnten. Die neu formierte Notabwehr wirkte von Beginn an unorganisiert. Und diese fehlende Stabilität verunsicherte das gesamte Team.

Vor dem 0:1 waren Flankengeber Philipp Sander und Torschütze Reese völlig ungestört. Vor dem 0:2 wehrte Torwart Jasmin Fejzic einen Schuss von Steven Skrzybski direkt vor die Füße von Fridjonsson ab.

Braunschweigs Trainer Michael Schiele wechselte zur Halbzeit gleich drei Spieler aus. Doch nicht einmal drei Minuten später stand es 0:3, weil die Eintracht nach einem eigenen Eckball ausgekontert wurde. Der Aufsteiger kam mit viel Moral und Kampfgeist noch einmal zurück. Nun war auch den Kielern die Verunsicherung nach den beiden Niederlagen gegen Kaiserslautern und Magdeburg anzumerken. Doch es blieb beim 2:3.

Eintracht-Torwart Jasmin Fejzic kritisierte nach dem Spiel den Schiedsrichter, weil er vor dem Kieler 2:0 ein Foul gesehen haben wollte. Auch mit Blick auf den späten Gegentreffer beim 1:2 in Darmstadt in der vergangenen Woche, der erst nach langer Überprüfung durch den Videoschiedsrichter fiel, sagte der 36-Jährige: "Vielleicht haben sie uns auf dem Kieker. Aber nichtsdestotrotz kämpfen wir dagegen an. Gegen alles."

Quelle: dpa

Regionales