Niedersachsen & BremenAnalyse: Braunschweig bei E-Bussen auf richtigem Weg

Rund zwei Drittel der Busse in der Stadt fahren mit Batterieantrieben. Einige Städte stehen noch besser dar - zwei Landeshauptstädte aber auch deutlich schlechter.
Hannover/Bremen/Braunschweig (dpa/lni) - Bei der Umstellung auf Elektrobusse sieht die Deutsche Umwelthilfe Braunschweig und Bremen auf dem richtigen Weg. Das teilte der Verein bei der Veröffentlichung einer Befragung dazu mit. Weniger rosig fällt demnach das Urteil für die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover aus.
Beim Vergleich der 40 größten Städte mit Stichtag 31. Dezember 2025 landeten Braunschweig und die Stadt Bremen im vorderen, Hannover eher im hinteren Feld. Maßgeblich für die Einordnung waren laut Deutscher Umwelthilfe die Quote der Elektrobusse im Bestand sowie der Anteil von Verbrennerbussen an geplanten Neuanschaffungen in den kommenden fünf Jahren.
Den Angaben nach liegt der Anteil an Elektrobussen in der Braunschweiger Flotte bei 32,9 Prozent. In Bremen bei 27 und in Hannover bei 20,9 Prozent. Braunschweig machte keine Angaben zu Neubeschaffungen, Bremen plant, keine weiteren Verbrenner anzuschaffen, in Hannover soll mehr als die Hälfte der neuen Busse noch mit Verbrennermotoren ausgestattet sein. Zum Vergleich: Spitzenreiter Mannheim hat einen Anteil von rund 60 Prozent an Elektrobussen, in Essen oder Augsburg fährt kein einziger Bus elektrisch.
Umwelthilfe fordert: "Keine neuen Verbrennerbusse"
Die Umwelthilfe forderte den sofortigen Stopp von Verbrenner-Neubeschaffungen bei Bussen. Gleichzeitig sollten Busse ohne Elektroantrieb beschleunigt ausgemustert werden, um verschärfte Luftreinhaltevorschriften der EU ab 2030 zu erfüllen. Bund und Länder sollten das verlässlich finanzieren.
Umwelthilfe-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch sagte: "Diesel-Busse werden in der Regel länger als zehn Jahre im Nahverkehr betrieben. Städte, die bis 2030 neue Verbrennerbusse beschaffen, verschieben den Abschied von fossilen Antrieben so bis in die 2040er Jahre."