Niedersachsen & BremenAngeklagter gesteht Tötung seines Vaters vor Gericht

Ein gemeinsamer Abend mit Alkohol - und dann eskaliert es: Der Vater beleidigt seinen Sohn, wenig später ist er tot. Was Ermittler dem Sohn vorwerfen und wie er sich zu den Vorwürfen äußert.
Bremen (dpa/lni) - Ein Mann hat vor Gericht gestanden, seinen Vater getötet zu haben. "Der Angeklagte hat den Vorwurf vollumfänglich eingeräumt", sagte ein Sprecher des Landgerichts Bremen nach Prozessbeginn. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 32-Jährigen Totschlag vor.
Die Ermittler gehen davon aus, dass Vater und Sohn am 12. März in einer Wohnung gemeinsam Alkohol tranken. Der Vater soll den Angeklagten beleidigt haben. Daraufhin soll der Deutsche mit einem Gegenstand aus Holz und Metall in Schläfe und Brust seines Vaters gestochen und ihn gewürgt haben. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, er starb noch in der Wohnung.
Das Gericht setzte fünf Verhandlungstermine an. "In dem Verfahren wird es wohl im Schwerpunkt um den Alkoholkonsum und eine mögliche Drogenabhängigkeit gehen", teilte der Gerichtssprecher mit. Ein Urteil könnte Anfang Oktober verkündet werden.