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Niedersachsen & Bremen Bremen ehrt Menschenrechtler aus Honduras

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Bremen (dpa/lni) - Das Land Bremen ehrt zwei Menschenrechtsanwälte aus dem mittelamerikanischen Staat Honduras mit dem Solidaritätspreis. Die Brüder Martín und Víctor Fernández Guzmán sind in ihrer Heimat Mitbegründer der "Breiten Bewegung für Würde und Gerechtigkeit" (MADJ). Sie setzten sich unter Gefahr für das eigene Leben für die Opfer von Enteignungen bei großen Bergbau- und Industrieprojekten ein.

Der Bremer Preis und die Aufmerksamkeit in Deutschland sollten auch als Schutz für die Preisträger dienen, sagte Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) am Dienstag vor der Preisverleihung. In vielen Ländern würden Bürgerrechtsgruppen behindert und zurückgedrängt.

Die Brüder wurden zu einer Pressekonferenz vom Flughafen Amsterdam zugeschaltet. "Unsere Bewegung richtet sich gegen die Korruption in Honduras", sagte Víctor Fernández Guzmán. Sein Bruder Martín nannte den alle zwei Jahre vergebenen Preis eine Anerkennung für alle, die sich in Honduras für Recht und Gerechtigkeit einsetzten. Das Land hat 8,8 Millionen Einwohner und ist mit 112 000 Quadratkilometer Fläche etwas größer als Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Politisch gilt es unter Präsident Juan Orlando Hernández als Mischform von Demokratie und autoritärem Staat.

Der Bremer Solidaritätspreis ist mit 10 000 Euro dotiert und wird seit 1988 vergeben. 2017 war die Aktivistin Stella Agara aus Kenia ausgezeichnet worden, die sich für Steuergerechtigkeit einsetzt.

Pressemitteilung zum Preis

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