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Niedersachsen & BremenNachbarin erstochen - Plädoyers im Prozess gegen 31-Jährigen

12.01.2026, 03:32 Uhr
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Ein 31-Jähriger soll seine Nachbarin erstochen haben, die junge Frau verblutet. Vor Gericht spricht er von Psychoterror, er habe unter Lärm und Zigarettenrauch gelitten. Der Prozess endet bald.

Hannover (dpa/lni) - Er soll sich Zutritt zur Wohnung einer jungen Frau verschafft und gezielt zugestochen haben: Im Mordprozess nach dem gewaltsamen Tod der 26-Jährigen werden am Landgericht Hannover am Montag (9.30 Uhr) die Plädoyers erwartet - möglicherweise sogar das Urteil. Zu Prozessbeginn sagte der 31 Jahre alte Angeklagte, ein Nachbar der jungen Frau, laut einer selbst verlesenen Erklärung: "Ich habe die Kontrolle über mich selbst verloren."

Der Mann soll sich im vergangenen Juli Zutritt zur Wohnung der 26-Jährigen in Hemmingen verschafft und ihr mit einem Jagdmesser in Brust und Oberbauch gestochen haben. Dabei verletzte er auch ihr Herz. Sie starb noch am Tatort an inneren Blutungen. Laut Anklage soll der 31-jährige Deutsche die junge Frau, die aus Algerien stammte, aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch getötet haben.

In seiner Erklärung sagte er, er habe seit seinem Einzug unter Lärm und Zigarettenrauch des Vermieters der Frau gelitten. Sie war Untermieterin. Er habe Depressionen gehabt, kaum geschlafen und seine Arbeit verloren. Nachbarn im Hemminger Ortsteil Arnum hatten damals den Notruf gewählt und von Schreien und einer schwer verletzten Frau im Treppenhaus berichtet. Die Polizei nahm den Mann fest, der die Tat nach früheren Angaben der Ermittler noch am selben Tag zugab.

Quelle: dpa

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