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Niedersachsen & BremenDank KI: Stade bietet Telefonservice rund um die Uhr

03.04.2026, 05:32 Uhr
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Die Stader Stadtverwaltung ist 24 Stunden täglich telefonisch erreichbar - dank einer Künstlichen Intelligenz. Andere Kommunen in Niedersachsen nutzen ähnliche Möglichkeiten.

Stade (dpa/lni) - Käpt'n Knut hilft auch mitten in der Nacht. "Moin" grüßt dann der KI-Chatbot mit dem lustigen Kapitän und erteilt telefonische Auskünfte für die Stadtverwaltung. Zuvor gab es die Möglichkeit in Stade zumindest schon schriftlich.

Vor Weihnachten ging Käpt'n Knut auf der Website der Hansestadt an den Start. Seit Ende Januar testete die Verwaltung im Hintergrund die Möglichkeit, neben dem Chatbot – mit dem man schreibt – auch einen Voicebot, der über Sprache funktioniert, einzusetzen. Wer die 04141/4010 in Zeiten anruft, in denen die Information im Rathaus nicht besetzt ist, hat die Möglichkeit, auch telefonisch Auskünfte mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) zu erhalten.

Genau wie der Chatbot greift der Voicebot als Datengrundlage auf die Internetseiten der Stadt, der Stade Marketing und Tourismus GmbH sowie auf das Online-Serviceportal zu. "Das zusätzliche Angebot kommt sehr gut an", sagt Stadtrat Carsten Brokelmann.

Viele Gemeinden testen mit KI

Die Entwicklung in Stade zeige beispielhaft, wohin sich die Bürgerkommunikation auch in anderen Kommunen entwickele, heißt es vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund. Auch kleinere und mittlere Städte und Gemeinden setzten sich zunehmend mit KI-Lösungen auseinander.

Ein Beispiel ist die Gemeinde Großenkneten im Landkreis Oldenburg, wo bereits der Chatbot "Kneti" im Einsatz ist und Bürgeranfragen rund um die Uhr beantworten kann. Auf der Homepage der Gemeinde heißt es: "Hallo, ich bin Kneti, Assistent mit künstlicher Intelligenz." "Kneti" kann aber bisher nicht sprechen.

Viele Kommunen erproben derzeit KI-basierte Anwendungen, sowohl für die Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern als auch als interne Assistenzsysteme für das Wissensmanagement. Der Einsatz werde sich in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter ausweiten, da auch andere KI-Plattformen über die kommunalen IT-Dienstleister angeboten würden, so der Städte- und Gemeindebund.

Quelle: dpa

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