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Niedersachsen & BremenSchulmensen in Niedersachsen werden zu Lernorten

17.03.2026, 15:31 Uhr
Praktische-Erfahrungen-sollen-eine-groessere-Rolle-spielen-etwa-beim-Kochen-oder-im-Umgang-mit-Lebensmitteln

Wie werden aus Kartoffeln Pommes und wie kommt Milch in den Karton? In Niedersachsen wird die Mensa jetzt zum Klassenzimmer.

Hannover (dpa/lni) - Kochen, anbauen, gemeinsam essen: Mit dem Modellprojekt "Lernort Mensa" sollen Schulmensen in Niedersachsen künftig mehr sein als reine Ausgabestellen für Essen. Sieben Schulen werden dafür mit insgesamt rund 1,2 Millionen Euro gefördert, wie das Ernährungsministerium mitteilte. Demnach sind die Schulen in den Landkreisen Gifhorn, Wesermarsch, Peine und Osnabrück. Auch in den Städten Hannover und Stade ist jeweils eine der Schulen.

"Wir sollten Schulmensen künftig nicht nur als Ort der Sättigung sehen, sondern als Lernort für gesunde Ernährung und gemeinsames Essen", sagte Ernährungsministerin Miriam Staudte (Grüne) bei der Vorstellung des Projekts. Praktische Erfahrungen sollen dabei eine größere Rolle spielen, etwa beim Kochen oder im Umgang mit Lebensmitteln.

Mehr als Mittagessen

Auch Schülerinnen und Schüler der Grundschule Wettbergen in Hannover kamen zu Wort und fassten die Ziele des Projekts zusammen: Lebensmittel wertschätzen, gesundes Essverhalten und soziales Miteinander. Besonders Handys, da waren sich viele Kinder einig, hätten am Esstisch nichts verloren. "Lieber reden statt am Handy kleben", lautete das Motto von drei Viertklässlern.

Kinder sollen zudem lernen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie diese verarbeitet werden, sagte ein Vertreter des Verbands deutscher Schul- und Kita-Caterer. In der Grundschule Wettbergen gibt es bereits ein Hochbeet, außerdem sollen Kinder freitags für andere Kinder kochen.

Vom Hochbeet auf den Teller

Nach Angaben des Ministeriums reicht das Spektrum von Koch- und Unterrichtsangeboten bis hin zu Veränderungen in Küchen und Mensen. Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit dem Verband deutscher Schul- und Kita-Caterer. Es läuft zunächst bis Februar 2027.

Quelle: dpa

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