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Niedersachsen & BremenWas sich für Bahn-Reisende aus Niedersachsen ändert

13.10.2026, 05:02 Uhr
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Längere Fahrzeiten auf wichtigen Strecken und neue schnelle Verbindungen: Was Bahn-Reisende aus Niedersachsen über den neuen Fahrplan wissen müssen - und wo man jetzt sparen kann.

Hannover (dpa/lni) - Auf Bahnreisende aus Niedersachsen kommen mit dem neuen Fahrplan einige Änderungen zu. Fahrgäste müssen wegen Bauarbeiten mit längeren Fahrtzeiten auf wichtigen Strecken rechnen, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte. So soll es etwa zwischen Hannover und Berlin Verzögerungen geben. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Wer ins Ausland reisen möchte, kann sich auf zusätzliche Verbindungen freuen.

Der neue Fahrplan tritt am 13. Dezember 2026 in Kraft, Tickets können ab dem 14. Oktober erworben werden. Fahrgäste müssen sich erst einmal nicht auf höhere Preise einstellen. Die Kosten für Fernverkehr-Tickets sollen bis Mai 2027 stabil bleiben, wie Bahn-Chefin Evelyn Palla schon vor längerer Zeit angekündigt hatte.

Was Reisende zum neuen Fahrplan wissen müssen und wo sie künftig mehr Zeit einplanen sollten:

Hannover-Berlin: Bauarbeiten sorgen für längere Reise

Die Bahn saniert 2027 wichtige Strecken, darunter auch die Strecke von Hannover nach Berlin. Für Reisende aus Niedersachsen, die in die Hauptstadt fahren oder von dort weiterreisen, kann das Änderungen bei Verbindungen und längere Fahrtzeiten bedeuten. Konkrete Angaben dazu, wie lange einzelne Fahrten auf diesem Abschnitt künftig dauern, liegen noch nicht vor.

Zumindest kündigte die Bahn an, den Fernverkehr trotz der Bauarbeiten aufrechtzuerhalten. Umleitungen und geänderte Fahrzeiten für größere Baustellen sind nach Angaben der Deutschen Bahn bereits in der Reiseauskunft und im DB Navigator hinterlegt. Für Fahrgäste gilt deshalb: Wer ein Ticket bucht, bekommt dort die für den jeweiligen Reisetag geltenden Zeiten angezeigt.

Schneller nach Süddeutschland

Für Reisende aus Niedersachsen ist eine neue ICE-Sprinter-Linie besonders interessant: Ab dem Fahrplanwechsel verbindet sie Hamburg und München dreimal täglich in jede Richtung, mit Halt ausschließlich in Hannover und Nürnberg. Die Fahrzeit zwischen Hamburg und München sinkt dadurch um 20 Minuten auf fünf Stunden und 20 Minuten. Wer in Hannover einsteigt, bekommt damit künftig eine zusätzliche schnelle Verbindung in Richtung Süddeutschland.

Insgesamt will die Bahn ihr ICE-Sprinter-Netz auf rund 70 Fahrten täglich ausbauen. Auch zwischen Berlin und Stuttgart fahren die schnellen Züge häufiger: künftig dreimal statt einmal täglich je Richtung. Für Fahrgäste aus Niedersachsen und Bremen, die über Berlin weiterreisen, kann das zusätzliche Möglichkeiten bei der Reiseplanung eröffnen.

Mehr Auswahl bei internationalen Tickets

Die Buchung internationaler Reisen soll einfacher werden. Tickets mehrerer europäischer Bahnen, darunter aus Österreich (ÖBB), der Schweiz (SBB), Italien (Trenitalia), Frankreich (SNCF), Schweden (SJ) und Großbritannien (National Rail), sind direkt online erhältlich. Für Reisende aus Niedersachsen und Bremen kann das die Planung von Fahrten über Deutschland hinaus erleichtern. Nach Angaben der DB sind dadurch mehr als 10.000 zusätzliche europäische Reiseziele buchbar.

Wer von Niedersachsen oder Bremen nach Dänemark reisen möchte, kann künftig aus mehr Verbindungen wählen: Zwischen Hamburg und Kopenhagen fährt die Deutsche Bahn ab März siebenmal täglich in jede Richtung. Ab 7.00 Uhr soll etwa alle zwei Stunden ein Zug verkehren.

Für Reisende aus Bremen und vielen Teilen Niedersachsens bleibt Hamburg dabei ein wichtiger Umsteigepunkt. Wer eine Reise in die dänische Hauptstadt plant, sollte deshalb auch die Anschlussverbindung nach Hamburg im Blick behalten.

Bessere Angebote für Familien, Gruppen und Pendler

Für Familien gibt es ebenfalls eine Neuerung: Das im Sommer eingeführte DB-Familienticket wird ab November dauerhaft angeboten. Für 99,99 Euro können bis zu fünf Menschen deutschlandweit in der zweiten Klasse des Fernverkehrs hin- und zurückfahren. Die Sitzplatzreservierung ist dabei bereits enthalten. Das Angebot kann sich vor allem für Familien lohnen, die gemeinsam längere Strecken zurücklegen.

Pendlerinnen und Pendler können ebenfalls sparen: Ab dem 21. Oktober senkt die Bahn die Preise für Monatskarten und Schülermonatskarten im Fernverkehr ohne Abo um 25 Prozent. Gleichzeitig vereinfacht die Bahn ihr Zeitkartenangebot. Streckenzeitkarten sollen künftig ausschließlich ohne Abo angeboten werden. Für Fahrgäste, die regelmäßig längere Strecken mit Fernverkehrszügen zurücklegen, kann sich ein Preisvergleich lohnen. Entscheidend ist, ob eine Monatskarte für die eigene Verbindung günstiger ist als einzelne Fahrkarten. Wer bisher ein Abo nutzt, sollte die Bedingungen seines bestehenden Vertrags prüfen.

Auch die Planung von Gruppenreisen wird erleichtert. Gruppen können den "Sparpreis Gruppe" künftig online für bis zu 14 Tage unverbindlich reservieren. Das gibt mehr Zeit, um die Teilnahme abzustimmen, bevor die Reise verbindlich gebucht wird.

Quelle: dpa

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