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Nordrhein-WestfalenEhepaar nach Münzraub in Wuppertal verurteilt

14.04.2026, 15:06 Uhr
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Spektakulärer Diebstahl, riskante Flucht und kleine Kinder auf dem Rücksitz: Was ein Ehepaar zum Verbrechen trieb und wie das Gericht reagierte.

Wuppertal (dpa/lnw) - Nach dem spektakulären Münzraub vor der Wuppertaler Stadthalle ist ein 28-Jähriger vom dortigen Landgericht zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht sprach den Mann wegen besonders schweren räuberischen Diebstahls und vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs schuldig. Seine Ehefrau wurde als Komplizin zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Der Familienvater hatte im Februar vergangenen Jahres vor der Stadthalle einem Münzsammler zwei Koffer mit Münzen im Wert von 10.000 Euro gestohlen. Zivilpolizisten hatten die Tat beobachtet. Als sie den Mann stellen wollten, gab der Familienvater Vollgas und flüchtete in halsbrecherischer Fahrt. Deswegen wurde zusätzlich sein Führerschein eingezogen.

Flucht mit Kindern im Auto

Polizisten gaben Schüsse auf den Fluchtwagen ab, der eine Schranke durchbrochen hatte. Während der Flucht waren die drei kleinen Kinder (1/2/4) des Paares im Auto.

In der Stadthalle hatte eine Münztauschbörse am 23. Februar 2025 Münzsammler angelockt. Der 28-Jährige hatte zugegeben, nach einer Gelegenheit gesucht haben, etwas zu stehlen. Seine Ehefrau sei hochschwanger und ihre finanzielle Lage angespannt gewesen.

Quelle: dpa

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