Nordrhein-WestfalenEintritt ab 16: Serienmörder-Ausstellung öffnet bald in Köln

Mehr als zwanzig Täter und viele verstörende Details – eine neue Ausstellung soll das Phänomen True Crime beleuchten. Um nacherzählte Kriminalfälle gibt es einen Hype, aber auch Kritik.
Köln (dpa/lnw) - Achtung, nichts für Kinder: In Köln wird dem Phänomen True Crime bald eine ganze Ausstellung gewidmet. Mit Virtual-Reality-Elementen und Rekonstruktionen von Tatorten werden die Geschichten hinter namhaften Serienmördern beleuchtet. Wer rein will, muss mindestens 16 Jahre alt sein - Grund seien die mitunter verstörenden Inhalte, so die Macher. Die Ausstellung wird vom 8. Mai bis zum 25. Oktober 2026 zu sehen sein.
In 90 Minuten sollen über zwanzig internationale Täterbiografien und Ermittlungen gezeigt werden – wer viele True-Crime-Formate konsumiert, wird auch viele Namen wiedererkennen, etwa Ted Bundy und Jeffrey Dahmer. Auch aus dem deutschsprachigen Raum werden mit Jack Unterweger oder Armin Meiwes, dem sogenannten Kannibalen von Rothenburg, bekannte Fälle präsentiert.
Ein Phänomen unserer Zeit
"Mit dieser Eröffnung in Köln tauchen wir in eines der populärsten Phänomene unserer Zeit ein: True Crime – ein Thema, das tief in der menschlichen Natur und im Erzählen der Geschichte verwurzelt ist", sagt John Zaller, Creative Director beim Produzenten hinter der Ausstellung.
True Crime ist ein Genre, bei dem wahre Verbrechen in verschiedenen Medienformaten wie Podcasts, Sendungen, Magazinen, Büchern oder Serien nacherzählt und aufbereitet werden. Entsprechende Formate werden allerdings auch immer wieder kritisiert: Der Fokus läge hauptsächlich auf den Tätern – Opfer und Angehörige fühlten sich oftmals übergangen, retraumatisiert oder ausgenutzt, um Aufmerksamkeit zu generieren.