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Nordrhein-WestfalenFDP: 24/7-Baustellen und mobile Brücken gegen Dauerstaus

27.07.2026, 14:40 Uhr
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Wie können mobile Baustellen und verschiebbare Mittelleitplanken den Verkehr in Nordrhein-Westfalen entlasten? Die FDP-Opposition liefert dazu konkrete Ideen – und kritisiert das aktuelle Tempo.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Versetzbare, temporäre Brücken könnten aus Sicht der FDP-Opposition Dauerstaus während der Sanierung maroder Brücken und Straßen in Nordrhein-Westfalen verhindern. In anderen Ländern Europas werde längst mit solchen modernen Mitteln gearbeitet, sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christof Rasche, in Düsseldorf.

Praktisch bedeute das, wenn etwa eine Autobahnbrücke saniert werde, über einen Abschnitt von 500 oder 1.000 Metern eine temporäre Brücke zu bauen, den Verkehr darüber zu leiten und darunter arbeiten zu können. Nach ein paar Wochen werde die Brücke versetzt und wieder könne darunter am nächsten Abschnitt gebaut werden. "Da wird Arbeit und Mobilität miteinander verbunden", hob Rasche hervor. "Das ist modern und das machen wir noch nicht."

Verschiebbare Leitplanken nach Pendlerströmen

Gleiches gelte für verschiebbare Mittelleitplanken, die man an Verkehrsströme anpassen könne. "Weil morgens hat man in der Regel massiven Verkehr in eine Richtung und abends ist er genau umgekehrt", erklärte Rasche. "Und darauf sollte sich so eine mobile Baustelle ausrichten."

Die FDP fordert darüber hinaus 24/7-Baustellen, auf denen auf wichtigen Verkehrsachsen rund um die Uhr gearbeitet wird. Bei jahrzehntealten Brücken, die 1:1 ersetzt würden oder wo bloß eine Spur rechts und links hinzukomme, könne zudem auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung, lange Planfeststellungsverfahren und ein Verbandsklagerecht verzichtet werden, schlug der FDP-Politiker vor. "Nicht grundsätzlich, aber in diesen Bereichen auf jeden Fall."

Prognose: Straßenverkehrsbelastung wird weiter stark anwachsen

Immerhin sei laut einer Prognose des Bundesverkehrsministeriums davon auszugehen, dass allein der Güterverkehr auf der Straße bis 2051 um rund 54 Prozent zunehmen werde. Für das Transitland NRW werde die Zusatzbelastung noch viel höher ausfallen, sagte Rasche.

Mit einem grün besetzten Verkehrsministerium sei Tempo in der Mobilitätspolitik Nordrhein-Westfalens aber nicht möglich, meinte er. Auch auf den Flughäfen und Wasserstraßen sowie bei "ÖPNV-Taxen" im ländlichen Raum sei ein Mobilitätsschub dringend erforderlich.

Quelle: dpa

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