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Nordrhein-WestfalenGlatte Straßen in NRW - Schulen landesweit geschlossen

12.01.2026, 07:00 Uhr
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(Foto: Christoph Reichwein/dpa)

Das befürchtete Unwetter hat NRW erreicht. In Teilen des Landes waren die Straßen spiegelglatt. Schüler blieben überall im Distanzunterricht.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Starker Regen hat auf den gefrorenen Böden in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens für gefährlich glatte Straßen gesorgt. Im Berufsverkehr ging es auf mehreren Autobahnen etwa im Oberbergischen Land und im Sauerland nur sehr langsam voran. Die Polizei wurde zu einigen Unfällen alarmiert. Der Winterdienst war im Dauereinsatz.

Im ganzen Land bleiben wegen der Unwetterwarnung die Schulen geschlossen. Die Kitas sollten zwar grundsätzlich öffnen - aber auch dort müssten sich Eltern wegen der gefährlichen Verkehrslage auf Einschränkungen einstellen, teilten mehrere Städte mit.

Für ganz Nordrhein-Westfalen galt weiterhin die zweithöchste Unwetterwarnstufe vor Glatteis. Die Warnung des DWD gilt im Westen von NRW noch bis 8.00 Uhr, in Ostwestfalen noch bis 13.00 Uhr. Die Meteorologen riefen die Menschen auf, Fahrten mit dem Auto zu vermeiden. Es bestehe "Gefahr für Leib und Leben".

Warmfront erreicht Ballungsgebiete schon in der Nacht

Über die großen Ballungsgebiete in Nordrhein-Westfalen war die gefährliche Warmfront allerdings bereits in der Nacht hinweggezogen, als auf den Straßen noch fast nichts los war. In Köln, Düsseldorf und Duisburg gab es den stärksten Regen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegen 3.00 Uhr.

Die Winterdienste waren im Großeinsatz. Man habe in mehreren Schichten die ganze Nacht hindurch vorbeugend Salz gestreut, teilten die für den Winterdienst in Köln zuständigen Abfallwirtschaftsbetriebe mit. So sollte verhindert werden, dass sich auf den Hauptverkehrsstraßen der Domstadt Glatteis bildet.

Am frühen Morgen gab es die stärksten Niederschläge dann im Oberbergischen Land, im Sauerland sowie in Ostwestfalen.

Auf den frostigen Böden sorgte der Regen für gefährliche Glätte. Auf den Autobahnen A4 und A45 ging es im Berufsverkehr am Morgen teilweise nur noch sehr langsam voran. Es gab erste Unfälle und dadurch Staus. Auch auf der A3 von Siegburg in Richtung Rheinland-Pfalz stockte der Verkehr, wie auf dem Informationsportal des NRW-Verkehrsministeriums zu sehen war.

Schulen geschlossen - aber Schüler haben kein schulfrei

Wegen der Warnung vor Glatteis auf den Straßen bleiben die Schulen in Nordrhein-Westfalen zwar landesweit geschlossen - einen extra Tag Ferien gibt es deshalb aber nicht: "Es ist kein schulfrei – die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten", betonte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) im WDR.

Die Klassen seien lediglich in den Distanzunterricht geschickt worden, damit sich niemand auf dem womöglich gefährlichen Schulweg verletze. Lehrer könnten ihren Unterricht entweder per Video anbieten oder den Kindern und Jugendlichen Arbeitsmaterial zuschicken.

"Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden" hatte Feller am Sonntag zur Begründung für den landesweiten Distanzunterricht gesagt.

Kritik an dieser Entscheidung kam von der oppositionellen FDP. "Haben wir nicht aus der Pandemie gelernt? Was ist mit milderen Mitteln? Ausfall der ersten Stunde? Regulärer Unterricht ohne Präsenzpflicht statt Notbetreuung?", schrieb FDP-Landeschef Henning Höne im Kurznachrichtendienst X. "Sicherheit geht vor. Aber Schulen werden in Deutschland zu schnell geschlossen", argumentierte er. "Es leiden Schüler und Familien."

Behörde sagt Termine ab

In Wuppertal sagte das Gesundheitsamt alle Termine für Montag ab und bat die Bürger, nicht in die Behörde zu kommen. In Bottrop blieben die Filialen der Sparkasse am Vormittag zunächst geschlossen. Einige Rettungsdienste hatten vorsorglich ihr Personal aufgestockt, um etwa bei Unfällen schnell reagieren zu können. Außerdem könne die Anfahrt bei Glatteis auch für den Rettungswagen länger dauern, sagte ein Sprecher des Kreises Lippe.

Quelle: dpa

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