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Nordrhein-WestfalenLanghorst-Gruppe übernimmt Möbelhersteller Interlübke

29.07.2026, 13:42 Uhr
Die-Brueder-Leo-und-Hans-Luebke-gruendeten-1937-ihre-kleine-Moebelfabrik-fuer-polierte-Schlafzimmermoebel
(Foto: -/Interlübke/dpa)

Interlübke stellte vor einigen Monaten einen Insolvenzantrag. Nun steht fest: Das Unternehmen wird fortgeführt.

Rheda-Wiedenbrück (dpa/lnw) - Für den insolventen Möbelhersteller Interlübke aus Rheda-Wiedenbrück ist ein Investor gefunden worden. Die Langhorst-Gruppe aus Rietberg sichere die Fortführung des Unternehmens, wie Insolvenzverwalter Yorck Streitbörger mitteilte. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" berichtet.

Laut Mitteilung werden 87 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Interlübke übernommen. Knapp 15 verlassen das Unternehmen demnach freiwillig. Auch die bisherigen Gesellschafter, Frank und Ralf Oehmke, scheiden aus.

Die Langhorst-Gruppe produziert Möbel in Rietberg, Lippstadt-Rebbeke sowie in Cazin in Bosnien und Herzegowina. Rietberg liegt nur etwa 14 Kilometer von Rheda-Wiedenbrück entfernt.

Schwierige Zeiten für Möbelbranche

Die Lübke GmbH hatte im April einen Insolvenzantrag gestellt. "Der akute Auslöser der Insolvenz war der Iran-Krieg", sagte Mitgesellschafter Ralf Oehmke damals der "Wirtschaftswoche". Das Werk werde noch mit Öl beheizt, die gestiegenen Kosten hätten die Firma stark belastet.

Die Möbelindustrie leidet seit längerem darunter, dass Verbraucher bei Möbeln häufig sparen und Anschaffungen aufschieben. Hinzu kommt, dass viele Haushalte während der Pandemie Käufe vorzogen und sich neu einrichteten. Nun ist der Bedarf vielerorts gedeckt.

Interlübke zählt nach eigenen Angaben zu den wenigen deutschen Premiumherstellern, die Möbel von international renommierten und prämierten Designern gestalten lassen. Die Brüder Leo und Hans Lübke gründeten die Fabrik 1937. Bereits 2012 hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet.

Quelle: dpa

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