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Nordrhein-WestfalenMehr Pflegekräfte und Azubis in NRW - Bedarf bleibt hoch

29.04.2026, 12:16 Uhr
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Immer mehr Menschen werden pflegebedürftig, doch es fehlt an Fachkräften. In NRW gibt es erste Entspannungssignale im Bereich der Pflege- und Gesundheitsberufe.

Düsseldorf (dpa/lnw) - In der von jahrelangem Fachkräftemangel betroffenen Pflegebranche zeichnet sich bei der Beschäftigtenzahl in Nordrhein-Westfalen eine positive Tendenz ab. Immer mehr Menschen arbeiten in der Pflege oder entscheiden sich für eine Ausbildung in den Gesundheitsberufen. Das geht aus dem alle zwei Jahre erscheinenden Bericht der Landesregierung zur Ausbildungs- und Fachkräftesituation im Gesundheitssektor hervor, den NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf vorgestellt hat.

In der Pflege stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit 2022 um gut 7.500 auf mehr 292.000 im Jahr 2025. Seit Einführung der einheitlichen dreijährigen Pflegeausbildung im Jahr 2020 stieg zudem die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bis 2024 um 17 Prozent auf fast 16.950. Vorläufige Zahlen des Jahres 2025 zeigten einen nochmaligen Anstieg auf mehr als 17.250 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge. 2023 schlossen rund 10.060 Absolventinnen und Absolventen die Regelausbildungszeit ab, 2024 waren es mehr als 10.400.

Deutlicher Anstieg der älteren Bevölkerung

Die steigenden Ausbildungszahlen könnten nach Einschätzung der Studienautoren den Ersatzbedarf durch rentenbedingte Berufsausstiege bis 2030 kompensieren. Angesichts der hohen Zahl von rund 7.000 Einrichtungen der Pflege sowie des Krankenhausbereichs sei aber eher mit einer Aufrechterhaltung als mit einer Steigerung der Versorgungsangebote zu rechnen. Besonders vor dem Hintergrund des bis 2040 erwartbaren deutlichen Anstiegs der älteren Bevölkerung werde der Bedarf an Fachkräften hoch bleiben.

Quelle: dpa

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