Nordrhein-WestfalenProzess gegen falschen Notfallsanitäter fortgesetzt

Ein Kraftfahrer fälscht Urkunden und erschleicht sich damit Jobs als Notfallsanitäter. Ein Einsatz geht tödlich aus. In Kleve wird der Prozess nun fortgesetzt, es könnte schon ein Urteil geben.
Kleve (dpa/lnw) - Gegen einen falschen Notfallsanitäter, der ohne die erforderliche Qualifikation in zahlreichen Einsätzen tätig war, ist der Prozess am Landgericht Kleve am Niederrhein fortgesetzt worden. Die Anklage wirft dem 30-Jährigen in einem Fall Totschlag vor, bei einem weiteren Einsatz gefährliche Körperverletzung sowie Urkundenfälschung. Ein Zeuge und drei Sachverständige sollen befragt werden. Danach könnten bereits die Plädoyers gehalten und das Urteil verkündet werden.
Laut Staatsanwaltschaft soll der gelernte Berufskraftfahrer sich mit gefälschten Papieren Jobs zunächst als Rettungssanitäter, später als Notfallsanitäter erschlichen haben. Bei einem Einsatz im August 2025 in Kamp-Lintfort sei nach einem seiner Einsätze ein schwer kranker Mann gestorben. Der Deutsche räumte zu Prozessbeginn vor einer Woche ein, dass er sich wiederholt mit falschen Unterlagen als Notfallsanitäter ausgegeben habe. Er habe Menschen helfen wollen.