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Nordrhein-WestfalenProzess um Mordanschlag auf Neffen von Drogenboss startet

07.09.2026, 03:32 Uhr
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Nach dem Mordanschlag auf den Neffen eines berüchtigten Drogenbosses in Düsseldorf beginnt der Prozess gegen drei Angeklagte. Die Sicherheitsvorkehrungen sind ungewöhnlich stark.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Prozess um den Mordanschlag auf den Neffen eines berüchtigten Drogenbosses in Düsseldorf beginnt an diesem Montag (10.00) unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen. Die Strafkammer des Landgerichts zieht für das Verfahren in den für Terrorprozesse gebauten Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts. Dort wird gegen drei Angeklagte verhandelt.

Zwei von ihnen wirft die Staatsanwaltschaft versuchten Mord vor, dem dritten Beihilfe dazu. Ihr zufolge hatten ein 39-jähriger Syrer und ein 22-jähriger Türke am 30. Dezember 2025 in Düsseldorf nachmittags auf einer Hauptverkehrsstraße zehn Schüsse auf einen Taxi-Fahrgast abgefeuert.

Das 40 Jahre alte Opfer war von sieben Kugeln getroffen worden, überlebte aber dank Notoperation. Der 39-Jährige war im niedersächsischen Hameln von Spezialkräften festgenommen worden, der 22 Jahre alte mutmaßliche Schütze in Gelsenkirchen. In seiner Wohnung waren ein Sturmgewehr und eine weitere Schusswaffe sichergestellt worden.

Das Opfer hatte vor der Tat an einer Kundgebung vor dem niederländischen Konsulat in Düsseldorf teilgenommen, bei der die Freilassung seines Onkels gefordert worden war. Der bekannte Drogenboss Hüseyin B., der in den Niederlanden seit rund 28 Jahren im Gefängnis sitzt, wird auch als "Pablo Escobar Europas" bezeichnet.

Quelle: dpa

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