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Baden-WürttembergAlpakas zwischen Nachbarn und Behörden

07.09.2026, 03:57 Uhr
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Vier trächtige Alpakas und ein Nachbarschaftsstreit: Ob die Tiere in Vaihingen-Ensingen bleiben dürfen, wo sie derzeit stehen, ist offen. Denn Behörden und Nachbarn reden mit.

Vaihingen/Enz (dpa/lsw) - Alpakas gelten als tiefenentspannt. Im Vaihinger Ortsteil Ensingen sorgen sie trotzdem für Aufregung: Hinter dem Haus von Patrick Stellmach grasen mehrere Tiere, vier erwarten Nachwuchs. Ob die Herde bleiben darf, ist ungewiss. Denn der 38-Jährige steckt in einem Streit mit seinen Nachbarn - und zwischen den Mühlen der Behörden.

Mit der Farm erfüllte sich der ehemalige Bosch-Ingenieur einen Traum. Seit rund eineinhalb Jahren züchtet er Alpakas und möchte Kindern Naturerlebnisse ermöglichen. Ende 2024 erlaubte die Stadt Vaihingen Einfriedung und Unterstand unter Auflagen. Im Gegenzug sagte Stellmach kostenlose Besuche für Kitas und Schulen zu. Die Stadt sieht in der Farm ein Beispiel für "Ermöglichungs-Verwaltung".

Wenn sich der Nachbar beschwert

Das Regierungspräsidium Stuttgart hält den Vertrag dagegen für wahrscheinlich unwirksam. Die Anlage sei damit formal ein Schwarzbau. Für die Tierhaltung brauche Stellmach entweder einen anerkannten Landwirtschaftsbetrieb oder einen Bebauungsplan. Beides liege nicht vor.

Auslöser war eine Nachbarschaftsbeschwerde, unter anderem wegen Geruchs. Die Nachbarn waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Stellmach betont, die Tiere seien weder laut noch geruchsintensiv. Eine Umsetzung binnen einer Woche sei wegen der trächtigen Tiere nicht mit dem Tierwohl vereinbar gewesen. Er hat eine Petition gestartet, die ihm mehrere Monate Zeit schenkt. Ersatzflächen hat er schon im Auge.

Quelle: dpa

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