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Nordrhein-WestfalenRhein wird neu vermessen - Schiffe können nur wenig laden

04.08.2026, 04:03 Uhr
Ein-Schiff-faehrt-bei-niedrigem-Wasserstand-auf-dem-Rhein-an-trocken-gefallenen-Buhnen-vorbei
(Foto: Federico Gambarini/dpa)

Breite Sandbänke ragen aus dem Rhein. Der Wasserstand ist so niedrig wie noch nie seit Beginn der Pegelaufzeichnungen an mehreren Orten in NRW. Warum der Rhein jetzt neu vermessen wird.

Köln/Düsseldorf/Duisburg (dpa/lnw) - Der schmale Rhein wird nach Rekord-Tiefständen neu vermessen. An mehreren Orten starten heute für diese Aktion Schiffe des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein. Bei der gleichzeitigen Fahrt stromabwärts werde der Wasserspiegel des Rheins über die gesamte Flussstrecke erfasst, sagte Sprecher Moritz Axt.

Ermittlung der Fahrrinnentiefe

Das helfe Berechnungsmodelle für Wasserstände und Strömungsverhältnisse zu überprüfen. Bei einem Vergleich mit früheren Messungen könnten auch Veränderungen der Flusssohle durch Erosion oder Ablagerung erkannt werden. Die Daten lieferten wichtige Informationen für die Ermittlung der Fahrrinnentiefen für die Schifffahrt, erläuterte Axt.

Rhein sinkt weiter

Am Wochenende waren historische Tiefstände des Rheins an wichtigen Messstationen in Nordrhein-Westfalen verzeichnet worden. Am Donnerstag und Freitag werden noch drastischere Tiefstände für Köln, Düsseldorf, Duisburg-Ruhrort und Emmerich erwartet. "Es spitzt sich alles voraussichtlich noch stärker zu", sagte Sprecher Moritz Axt.

Die Fahrrinne ist deutlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer. Das variiert jedoch von Abschnitt zu Abschnitt. Schiffe können weiter fahren, allerdings mit weniger Ladung.

Schiffe können nur wenig laden

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt weist angesichts der niedrigen Wasserstände am Rhein und an der Donau auf erheblichen Mehraufwand und Mehrkosten hin. "Je nach Ladung und Fahrtgebiet sind Schiffe mit weniger als einem Viertel der sonst üblichen Zuladung unterwegs." Die Güter müssten auf mehr Schiffe verteilt werden.

Quelle: dpa

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