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Nordrhein-WestfalenSchneeglatte Straßen und die Sorge vor noch mehr Glatteis

26.01.2026, 11:49 Uhr
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Schneefall hat in Ostwestfalen für Behinderungen und viele Blechschäden gesorgt. Die Ballungsräume in NRW blieben verschont - das könnte sich aber schon am Dienstag ändern.

Anröchte/Porta Westfalica (dpa/lnw) - Glatte Straßen, querstehende Lastwagen und unzählige Unfälle: Starke Schneeschauer haben in Ostwestfalen und Teilen des Sauerlands für Probleme gesorgt. Auch in den kommenden Tagen dürfte es glatt werden - dann könnte gefrierender Regen den Verkehr in den Ballungsgebieten in NRW treffen.

Im Berufsverkehr am Morgen ging es auf vielen Autobahnen vor allem im Osten von NRW nur langsam voran, an einigen Steigungen stand der Verkehr zeitweise still. Die Polizei registrierte Dutzende Verkehrsunfälle. Auch zwei Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr wurden in Unfälle verwickelt.

Die Schneeschauer hatten am frühen Montagmorgen in Ostwestfalen eingesetzt. Auch im Sauerland und in Teilen des Münsterlands bildete sich schnell eine geschlossene Schneedecke, so dass der Winterdienst kaum mit dem Räumen hinterherkam.

Auto rutscht in Unfallstelle

Die Polizei berichtete von unzähligen Blechschäden. Auf der A44 zwischen Anröchte und Geseke rutschte ein Autofahrer in ein Polizeiauto und ein Feuerwehrauto, die gerade an einer Unfallstelle helfen wollten. Verletzt wurde dabei niemand. "Es war ziemlich glatt und verschneit auf der Autobahn", sagte ein Polizeisprecher. Die Autobahn blieb in Richtung Kassel für mehrere Stunden gesperrt.

Im Kreis Paderborn verlor ein Autofahrer auf der glatten Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen und rutsche in ein entgegenkommendes Fahrzeug. Der 39-Jährige wurde bei dem Frontalzusammenstoß lebensgefährlich verletzt.

Glatteis in Ballungsräumen droht

Nach dem rutschigen Wochenstart in Ostwestfalen könnt es in den kommenden Tagen auch in den Ballungsräumen in Nordrhein-Westfalen noch einmal gefährlich glatt werden. Am Dienstagnachmittag ziehe ein Tiefausläufer von Westen heran. "Dabei fällt gebietsweise gefrierender Regen", schrieb der Deutsche Wetterdienst.

In einem Streifen von Köln und Düsseldorf über das Ruhrgebiet bis nach Münster und ins Sauerland könnte von Dienstagabend bis Mittwochfrüh Regen fallen, der auf den eiskalten Böden schnell gefriert. Es gebe "erhebliche Glättegefahr". Allerdings sei es im Moment noch sehr schwer abzuschätzen, welche Regionen es besonders stark treffe, schrieben die Meteorologen.

In den nächsten Tagen soll es generell mehr Niederschlag geben. Allerdings klettern die Temperaturen den Prognosen zufolge nach und nach immer deutlicher über den Gefrierpunkt.

Quelle: dpa

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