Nordrhein-WestfalenSeltener Nachwuchs: Humboldt-Pinguine in Krefeld geschlüpft

Erstmals seit Jahren gibt es im Krefelder Zoo wieder Humboldt-Pinguin-Nachwuchs. In der Natur sind die Tiere stark bedroht.
Krefeld (dpa/lnw) - Seltener Nachwuchs: Im Krefelder Zoo sind Humboldt-Pinguinküken geschlüpft und wohlauf. Für zwei der Jungtiere stand eine Gewichtskontrolle an: Eines wiege 2,95 Kilogramm, das andere 1,74 Kilogramm, teilte eine Zoo-Sprecherin mit. Ein drittes Küken habe sich der Untersuchung entzogen, weil sein Nest in einer schwer zugänglichen Erdkuhle liege.
Seit 2014 sei es erst das zweite Mal, dass dort Nachwuchs geschlüpft sei. Zwar sei im Jahr 2020 ein Küken geschlüpft, aber wenige Tage später an einer Infektion verendet.
Diesmal sieht es besser aus: Fünf Pinguinpaare hätten insgesamt sieben Eier gelegt. Vier Küken seien vor rund vier Wochen geschlüpft, drei von ihnen seien lebensfähig. Wenn der Nachwuchs durchkommt, sei dies der erste seit mehreren Jahrzehnten.
Die Humboldt-Pinguine seien in ihrem natürlichen Lebensraum in Südamerika derzeit durch das Klimaphänomen El Niño bedroht. Durch die Erwärmung des Wassers finde sich weniger Fisch im Meer, wodurch die Tiere gefährdet seien.