Nordrhein-WestfalenTausende Freiwillige säubern Flussufer in NRW

Viele Helfer, tonnenweise Müll und eine Mission: Flüsse und Ufer ein bisschen sauberer zu machen. Beim "Rhine Clean Up" packen nordrhein-westfälische Initiativen mit an - und der Umweltminister.
Düsseldorf/Köln (dpa/lnw) - Tausende Freiwillige haben die Uferbereiche von Rhein, Ruhr und weiteren nordrhein-westfälischen Flüssen von Müll und Unrat befreit. Allein in der Landeshauptstadt Düsseldorf ging der Veranstalter schon mittags von rund 6.000 Teilnehmern aus - nach einem tatkräftigen Start und bei angenehmen Temperaturen.
Bis zum Mittag seien unter anderem Motorenteile und ein Anker aufgelesen worden, die das Niedrigwasser freigelegt habe, berichtete ein Sprecher des Organisationsteams. Bundesweit sei bei der Aktion "Rhine Clean Up" in diesem Jahr mit etwa 40.000 Aufräumern zu rechnen.
In ungewohnter Rolle als Müllmann war mit langer Zange und großem blauem Abfallsack NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) auf den Düsseldorfer Rheinwiesen im Einsatz. Auch in Köln, Bonn und am Niederrhein gab es viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Das "Rhine Clean Up" wird von den Veranstaltern als "größte Müllsammelaktion Mitteleuropas" bezeichnet. 2018 hatte man sich noch nur den Rhein vorgenommen, mittlerweile wird auch an vielen anderen deutschen Flüssen am zweiten Samstag im September Abfall zusammengetragen und entsorgt.
In Nordrhein-Westfalen machten auch Initiativen entlang der Ruhr, der Lippe und der Niers mit. Im vergangenen Jahr waren nach Angaben der Veranstalter bundesweit rund 300 Tonnen Müll gesammelt worden - überwiegend Plastikmüll.