Nordrhein-WestfalenTrotz Verletzungsschocks: Gladbach vertraut auf Kaderbreite

Borussia Mönchengladbach geht mit mehreren Verletzungssorgen ins erste Heimspiel. Sportchef und Trainer sehen den Kader dennoch gut aufgestellt und vertrauen auf die vorhandenen Alternativen.
Mönchengladbach (dpa/lnw) - Trotz der jüngsten Hiobsbotschaften blickt Borussia Mönchengladbach vor dem ersten Heimspiel der Saison weiter zuversichtlich nach vorn. "Natürlich müssen wir einmal durchatmen, weil es für uns alle ein Schock ist. Trotz allem plädiere ich dafür, dass wir da positiv bleiben", sagte Sportchef Rouven Schröder vor der Partie gegen die SV Elversberg am Samstag (15.30 Uhr/Sky).
Am Morgen hatte der Fußball-Bundesligist den Ausfall von Neuzugang Enzo Leopold kommuniziert. Der Mittelfeldspieler hatte im Training am Mittwoch einen Kreuzbandriss erlitten. Mit Yukhym Konoplia (Riss des Innenbandes im Knie) und Jens Castrop (ausgekugelte Schulter) fallen bereits zwei weitere Profis langfristig aus. Auch Daiki Hashioka ist nach seinem heftigen Zusammenprall in Leipzig noch nicht wieder fit.
Gladbach setzt trotz Ausfällen auf die Breite
"Das gehört zum Fußball dazu. Man kann solche Dinge nicht planen und wünscht sich auch nicht. Aber wir gehen damit um", betonte Schröder. "Wir haben einen großen Kader und sind von allen die in der Kabine sitzen zu 100 Prozent überzeugt." Auch Trainer Eugen Polanski sieht weiterhin genügend Alternativen. "Alle Spieler, die mittrainieren sind in der Verlosung für den Spieltagskader und auch für die Startelf", sagte der 40-Jährige.
Polanski schloss daher weder einen Einsatz des kurz vor Transferschluss verpflichteten Nicolas Kühn noch von Youngster Matthieu Nguefack aus. Entscheidend sei dabei, dass die gesamte Mannschaft mitzieht. "Es ist extrem wichtig, dass alle an einem Strang ziehen, fokussiert sind und nicht nur die ersten zehn oder elf Spieler, sondern alle Einwechselspieler und auch diejenigen, die nicht zum Einsatz kommen", betonte Polanski.
Cvancara geht erneut, Scally bleibt wohl
Vorerst keine Rolle mehr in Gladbach spielt dagegen Thomas Cvancara. Der Stürmer wird erneut verliehen und kehrt diesmal in seine tschechische Heimat zum FC Hradec Kralove zurück. "Das war sein großer Wunsch", sagte Schröder. Schon in der vergangenen Spielzeit war der achtmalige Nationalspieler zuerst nach Antalyaspor in die Türkei und dann zu Celtic Glasgow verliehen worden. Für die Fohlen kam er bisher in 54 Spielen zum Einsatz und erzielte acht Tore.
Joe Scally wird derweil wohl in Gladbach bleiben. "Es sind natürlich noch Fenster auf, aber ich glaube, für Joe Scally wird es da kein Fenster mehr geben, was ihn reizt. Das ist für uns natürlich auch gut, weil wir Qualität behalten", betonte Schröder. Bereits bei der 0:3-Niederlage zum Saisonauftakt gegen RB Leipzig war Scally für den verletzten Hashioka eingewechselt worden und habe laut Schröder "ein richtig gutes Spiel gemacht".