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Nordrhein-WestfalenWeniger Verkehrstote, aber mehr Unfälle in NRW 2025

11.03.2026, 10:02 Uhr
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(Foto: Stefan Puchner/dpa)

Mehr Verkehrsunfälle und mehr Verletzte in NRW, aber weniger Verkehrstote: Das kennzeichnet die Verkehrsunfallbilanz 2025. Sorgen bereiten Minderjährige auf E-Scootern.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Mehr Unfälle, mehr Verletzte, aber weniger Verkehrstote: Das kennzeichnet die Verkehrsunfallbilanz für Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr. Die Polizei registrierte auch mehr Drogen am Steuer und mehr illegale Autorennen, wie NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zum Verkehrsgeschehen bekanntgab.

Rund 656.000 Verkehrsunfälle (Vorjahr 643.000) und etwa 81.200 Verletzte (78.675) wurden im vergangenen Jahr registriert. 479 Menschen sind im Straßenverkehr ums Leben gekommen (485).

Kinder auf E-Scootern

Es wurden deutlich mehr verunglückte Kinder und Jugendliche auf E-Scootern erfasst. Zudem wurde ein neuer Höchststand bei Unfällen unter Drogeneinfluss registriert. Die Zahl der Toten infolge illegaler Autorennen stieg auf einen Rekordstand seit Einführung des Straftatbestands.

Der Straßenverkehr sei dichter, vielfältiger und komplexer geworden. Autos, Fahrräder, Pedelecs, Lastenräder, E-Scooter, Motorräder und Fußgänger teilten sich denselben, engen Raum. "Wo mehr Verkehr auf gleich viel Raum trifft, entstehen neue Konflikte – und diese Konflikte schlagen sich in den Unfallzahlen nieder", so Reul.

Risiko auf zwei Rädern

Mittlerweile entfielen mehr als ein Drittel aller Unfälle mit Verletzten auf Fahrräder oder Pedelecs. 106 Menschen kamen dabei im vergangenen Jahr ums Leben – die höchste Zahl im Zehnjahresvergleich.

Stark nach oben gegangen sind die Unfallzahlen bei Kindern und Jugendlichen auf dem Pedelec (E-Bike). Deutlich zugenommen haben auch Unfälle mit E-Scootern. 2025 sind rund 3.900 Menschen bei mit einem E-Scooter-Unfall getötet oder verletzt wird – ein Anstieg von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Quelle: dpa

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