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Rheinland-Pfalz & Saarland AfD für höheren Bonus für Meisterprüfung: Auch CDU-Antrag

Der Wasser-Installateur Ronni Meißner bereitet sich mit einer Gasschweißarbeit auf seine Meisterprüfung vor. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv

(Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa)

Mainz (dpa/lrs) - Sowohl die AfD- als auch die CDU-Fraktion wollen die Meisterausbildung zum Thema im rheinland-pfälzischen Landtag machen. Konkret fordert die AfD-Fraktion, den Aufstiegsbonus I von bisher 1000 auf 4000 Euro zu erhöhen, wie Fraktionsvize Joachim Paul am Dienstag in Mainz sagte. Den Bonus von derzeit 1000 Euro pro Person gewährt das Land nach Bestehen bestimmter Fortbildungsprüfungen, darunter die Meisterprüfung. Die AfD-Fraktion veranschlagt für ihren Vorschlag Mehrkosten von fünf Millionen Euro.

Die Aufstockung des Aufstiegsbonus solle eine schnelle Verbesserung im Land bringen, denn es fehle an Fachkräften. Längerfristig müsse über den Bundesrat Druck auf die Bundesregierung ausgeübt werden, damit die Gebühren für eine erfolgreich abgelegte Meisterprüfung und Aufstiegsfortbildungen zu 100 Prozent übernommen werden, heißt es in einem AfD-Antrag, der am Donnerstag im Plenum diskutiert werden wird.

Die CDU fordert in einem eigenen Antrag von der Landesregierung ein Konzept, "wie bis zu einer bundesweiten Regelung der Aufstiegsbonus I und II, auch Meisterbonus genannt, zu einer Vollkostenerstattung weiterentwickelt werden kann". CDU-Fraktionschef Christian Baldauf hatte bei der Vorstellung des Antrags am vergangenen Freitag moniert, an den Absolventen blieben fünfstellige Beträge hängen. Der Meister müsse dem Master-Abschluss gleichgestellt werden. Der Aufstiegsbonus II von 2500 Euro wird bei einer Existenzgründung auf Grundlage einer Meisterprüfung oder bestimmter anderer Fortbildungsprüfungen gewährt.

Das Wirtschaftsministerium in Mainz teilte auf Anfrage mit, an der Weiterentwicklung des Bonus zu arbeiten. "Der Aufstiegsbonus ist eine Erfolgsgeschichte und diese soll weitergehen", betonte Minister Volker Wissing (FDP). Egal ob berufliche oder akademische Ausbildung, jeder solle die gleiche Unterstützung erfahren. "Für mich war es von Beginn an ein Kernanliegen, die berufliche Bildung zu stärken und junge Menschen für diesen Berufsweg zu interessieren."

Informationen des Landes zum Aufstiegsbonus I und II

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