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Rheinland-Pfalz & Saarland An vielen Schulen gibt es "Hitzefrei" in dieser Woche

Schüler laufen an einer Tafel

(Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa)

Nach der 5. Stunde ist Schluss am Gutenberg-Gymnasium. Ähnlich gehen auch viele weitere Schulen in Rheinland-Pfalz mit den hohen Temperaturen in dieser Woche um. An einem Sportgymnasium in Kaiserslautern werden die Trainingseinheiten verkürzt.

Trier/Mainz/Kaiserslautern (dpa/lrs) - Bei Mittagstemperaturen von mehr als 30 Grad wird in dieser Woche an vielen Schulen in Rheinland-Pfalz der Unterricht vorzeitig beendet. Die auch für die Schulaufsicht zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier erfasst nicht, inwieweit Schulleitungen von der Möglichkeit einer "Hitzefrei"-Regelung Gebrauch machen. Eine Sprecherin sagte aber, es sei anzunehmen, dass dies an relativ vielen Schulen der Fall sei, zumal die Noten in der letzten Woche vor den Sommerferien bereits feststünden.

"Wir haben in diesen Tagen nach der 5. Stunde Unterrichtsschluss", hieß es im Sekretariat des Gutenberg-Gymnasiums in Mainz. Die dort unterrichteten 1100 Kinder und Jugendlichen könnten noch am Mittagessen teilnehmen und dann nach Hause gehen. Am Freitag werden die Zeugnisse verteilt, danach beginnen um 11.00 Uhr die Ferien.

An dem auf Sport spezialisierten Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern gibt es nach Angaben einer Sprecherin in dieser Woche Projekttage. Dabei entscheiden die Lehrer, wann sie die Trainingseinheiten beenden, weil es zu heiß geworden ist.

Für alle Schulen in Rheinland-Pfalz gilt die Regelung, dass die Schulleiter in eigener Zuständigkeit entscheiden, ob die klimatische Situation in der Schule oder in einzelnen Klassenräumen die Erteilung von Unterricht noch gestattet. Das gesundheitliche Wohl der Schüler stehe immer im Vordergrund, sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums in Mainz.

Nach einem bis heute gültigen Rundschreiben des Ministeriums aus dem Jahr 1992 ist es auch möglich, den Unterricht nur teilweise ausfallen zu lassen, etwa den Sportunterricht. Einzelne Schulen können für sich Regeln aufstellen wie etwa ein vorzeitiges Unterrichtsende bei hohen Temperaturen. Der jeweilige Schulelternbeirat muss solchen Regeln zustimmen. In Grundschulen werden zu Beginn eines Schuljahres schriftliche Vereinbarungen mit den Eltern getroffen.

Im Saarland ist die Sache mit dem Hitzefrei ähnlich geregelt. "Sehen die Schulen keinerlei Möglichkeiten, ihre Schülerinnen und Schüler adäquat zu betreuen, können sie - sofern das Einverständnis der Erziehungsberechtigten vorliegt beziehungsweise eingeholt werden konnte - die Schülerinnen und Schüler auch vorzeitig aus der Obhut der Schule entlassen", erklärt das Bildungsministerium in Saarbrücken. Alternativ empfiehlt das Ministerium bei einer Überhitzung des Klassenzimmers, "geeignete Orte aufzusuchen". Das könnten in der letzten Woche vor den großen Ferien etwa Waldexkursionen oder Schwimmbadbesuche sein.

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